Archiv für die Kategorie Ärger

Ich habe nicht die Geduld einer Hausfrau

Veröffentlicht in Ärger am 3. Mai 2013 von lueq

Letzte Woche ist mir ein Knopf von einem Hemd abgefallen. Nicht weiter schlimm, denn bevor er sich vollends verabschiedet hat, habe ich ihn eingesteckt und an einen schlauen Ort gelegt, wo ich sonst nie hinlange. So wollte ich heute den Knopf anbringen, dass es wieder sauber aussieht (obschon mir Knöpfe annähen ein absolutes Gräuel ist). Ich weiss, dass ich den doofen Knopf im Verlauf des Tages irgendwann in den Händen gehalten habe, doch scheine ich ihn dann irgendwo hingelegt zu haben, wo ich einfach nicht mehr weiss. Natürlich blöd, nächstes Jahr wird er bestimmt irgendwo auftauchen (mit dem Gedanken „Was ist das denn?“). Dann fällt mir ein, dass bei den meisten Hemden noch ein Ersatzknopf irgendwo in der Etikette eingenäht ist. Der ist sogar vorhanden, dummerweise stelle ich fest, dass bei anderen Knöpfchen auch so Fädchen hervorstehen, an denen ich Idiot ziehe. So kommt es, dass sich drei der sechs noch vorhandenen Knöpfen lösen (der eingenähte am Etikett nicht mitgezählt, der hält wie ein Fels). So breche ich die Übung „Knöpfe annähen“ angewidert ab. Fast einfacher, wenn ich mir ein neues Hemd kaufen gehe und die Pulmoll-Dose (Cassis) mit den drei Knöpfen drin gleich wegwerfe.
Knopf_ab

Hausarbeitsfrust

Veröffentlicht in Ärger am 17. April 2013 von lueq

Heute bin ich schon wieder mit Bügeln dran. Es bring ja nicht viel, wenn man sein Hemd ansehnlich zurechtpäppelt, danach in den Handgepäckkoffer presst, um dann in Rom festzustellen, das die ganze Kacke wieder recht zerknüllt aussieht. Heute will ich mir besonders Mühe geben und lege Wert auf ein sauberes Mise en place. Dazu suche ich sogar das Verlängerungskabel, bei dem ich erst zu spät feststelle, dass das nur zweipolig ist. Bringt gar nichts, ist aber bisher auch ohne gegangen. So beginne ich ohne, was sehr ärgerlich wird, denn das Kabel ist eigentlich zu kurz. Ganze viermal nehme ich zu viel Schwung und reisse das Kabel aus der Buchse. Nervt wirklich schwer, ich glaube, ich habe sogar ein paar neue Schimpfwörter erfunden (oder gab es schon Kackpissarschfotze?). Danach breche ich die Übung ab. Ein halb gebügeltes Hemd soll den Engländern reichen.
Eben ist mir eingefallen, dass ich bisher einfach den Tisch, auf dem ich gebügelt habe, näher an die Steckdose gezogen habe. Hab jetzt aber echt keine Lust mehr, noch einen Versuch zu unternehmen.
Buegelkackpissarschfotze

Sommer ohne Pflanzen

Veröffentlicht in Ärger, Essen am 11. April 2013 von lueq

Da war die Idee, dass ich mir einen lebendigen Gewürztopf zulegen könnte. Wäre aber mit Aufwand verbunden, denn ich besitze weder einen probaten Blumentopf noch Erde. Die Migros erleichtert mir dann die Entscheidungsfindung, ob ich das wirklich tun soll, denn der angebotene Schnittlauch im Töpfchen ist bereits welk. Wird also auch dieses Jahr kaum etwas mit Grünzeug auf meinem Balkon.
Und da ich dann noch Zeit habe und den Museumspass fahre ich nach Riehen in die Fondation Beyeler zu Hodler. Ist zwar schon sehr gut, aber eine Hodler-Ausstellung ohne einen Holzfäller ist für mich nicht wirklich eine Hodler-Ausstellung.
Schnittlauch

Auf dem Amt, dann nochmal auf dem Amt, danach nochmal

Veröffentlicht in Ärger am 4. April 2013 von lueq

Da hatte ich gleich zwei Arbeitslosentermine heute. Der erst war der normale auf dem Amt. Ging noch. Dann am Nachmittag ein weiterer Termin an einer anderen Stelle. Da hab ich ja bereits ein Ahnung davon, wie man sich so etwa verhalten soll. So stelle ich dar, dass ich überhaupt nicht bereit bin, irgendeine Stelle als „Wiedereingliederung“ zu besetzen, ohne dazu irgendwie entlöhnt zu werden (gibt es, hab ich sogar schon gemacht, bringt überhaupt nichts). Aber so Kurse (sag ich) find ich gut, die nutzen auch was (sie nutzen meist tatsächlich was). Der Beratungsmensch scheint einigermassen zufrieden mit mir. Dann meldet er mich aber spontan für etwas 300 Kurse an (so war das echt nicht geplant). Zuerst soll ich zur Standortbestimmung, die ärgerlicherweise bereits am späteren Nachmittag stattfindet (und so spontan fällt mir nichts ein, was ich gerade unabdingbar machen würde, so sage ich zu). Hat dann aber zur Folge, dass ich im Industriegebiet etwa 90 Minuten Zeit habe. Wenigstens ist der Brüglinger Park in der Nähe, So kann ich etwas spazieren gehen. Und es wär recht cool dort, bin aber etwa ein paar Tage zu früh, so richtig blühen will das Zeug noch nicht (Plan für nächste Woche). Und ich kann mir wieder den Margaretha-Merian-Burckhardt-Erlebnissteg ankucken gehen, der Name ist allerdings wirklich das beste daran. Dann zurück zur Standortbestimmung. Dort muss ich dann Sätze wie z.B. „ich beobachte gerne und analysiere“ mit Antwortmöglichkeiten von „stimmt absolut“ bis “stimmt überhaupt nicht“ bewerten. Wenigstens ging’s nur 20 Minuten. Die Aussage „Beruflicher Erfolg ist für mich wichtig“ habe ich übrigens mit „stimmt überhaupt nicht“ beantwortet.
ErlebnisstegII

Zeit mit Einkaufen totschlagen

Veröffentlicht in Ärger am 18. März 2013 von lueq

Ganze dreimal war ich Einkaufen heute. Der erste Versuch war noch so geplant, der Zweite kam deshalb, weil ich Kopien machen musste für Arbeitsamt und Konkursverwaltung. Da die Migros mit Kopierer weiter weg (und eh besser) ist, kann ich das auch noch als Absicht verkaufen (wenn ich schon da bin, nutze ich doch das Angebot; es gab Äpfel). Und das mit der Konkursverwaltung ist einigermassen wichtig, damit ich jemals noch einen Lohn für den Monat Februar sehe (ich versuche zur Zeit, Argumente zu finden, die dafür sprechen, arbeiten zu gehen, fällt mir aber echt nichts ein). Dann daheim den Papierkram erledigt und feststellen müssen, dass ich keine Briefumschläge mehr habe, so war ich dann noch einmal auf Einkaufstour. Und nun muss ich feststellen, dass ich die leere Flasche Tabasco trotz drei Anläufen nicht ersetzt habe. Wenigstens habe ich in der guten Migros eine Chilischote gekauft, die hält zwar weniger lange, bis Donnerstag kann ich aber gut damit leben.
einkaufen_dreimal

Die IV ist doof

Veröffentlicht in Ärger am 7. März 2013 von lueq

Da war ich eine lange Zeit ruhig hier. Hatte einfach keine Lust, war auch schon besser beieinander. Und krank war ich auch ein paar Tage (so mit Fieber & Co). Und fand, ich muss nun nicht irgendwie schreiben, wie toll doch alles ist.Was sonst noch passiert? Firma, in der ich gearbeitet habe, ist pleite. Heisst, ich bin nun wieder arbeitslos. Ärgert schon, wenn die netten Leute von der Invalidenversichung dir einen Job zuschanzen und nach zehn Monaten stellt man fest, dass es einfacher gewesen wäre (v. a. finanziell), wenn man daheim geblieben wäre und Däumchen gedreht hätte. Das ich nun den ganzen Arbeitslosendreck wieder über mich ergehen lassen muss, geht noch einigermassen, dass ich nun aber wohl beim Konkursamt Klage einreichen muss, wenn ich je einen Lohn für den Februar sehe, ist sehr uncool. Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber für mich hat es sich echt nicht gelohnt, arbeiten zu gehen. Muss aber wieder irgendwie auf die Beine kommen, denn die letzten drei Wochen sah ich echt keinen Grund, irgendwas anzupacken (Hauptbeschäftigung fernsehen und pennen) – Bringt eh nix. Aber nur daheim rumzusitzen und denken, dass alles Idioten sind macht die Situation auch nicht besser (auch wenn ich mir in dem Punkt recht geben muss). Also wieder versuchen, irgendwas anzupacken, denn die letzten drei Wochen hatte ich keine Lust, irgendwas zu tun (z.B. einkaufen, putzen, waschen, Papiere u.s.w.).
Arschloch_IV

Berge und Schnee

Veröffentlicht in Ärger, Urlaub am 16. Februar 2013 von lueq

Schon beim einsteigen in den Zug gestern (ich wollte einigermassen früh {~14.30} in den Bergen ankommen) hatte ich ein schlechtes Gefühl. Ein französischer TGV. Bereits kurz nach der Abfahrt wird meine Skepsis bestätigt: Es kommt eine Durchsage. „Falls sich ein Lokführer im Zug befindet, soll der sich bitte beim Zugbegleiter melden“. Da denk man sich schon so einiges dabei. Wird dann zehn Minuten später entschärft und es heisst so etwa „Unser Zug ist halt der hinterletzte Franzosendreck. Drum hat er einen Motorschaden und wir fahren jetzt im Schritttempo nach Zürich. Wer dort einen Anschluss erreichen sollte, hat Pech gehabt“. Zug hat dann etwa dreissig Minuten Verspätung, was dümmer für mich ist, denn der Bus, denn ich dann in Chur hätte nehmen wollen, fährt erst zwei Stunden nach meiner eigentlichen Planung wieder. So beschliesse ich, mir noch was anschauen zu gehen auf der Strecke hin. Zeit hab ich ja genug. Erster Zwischenhalt in Sargans. Ach du Scheisse! Ich stehe ja sonst auf Hässlichkeit, was mir in Sargans aber so geboten wird, stimmt mich fast etwas depressiv. Wenigstens sind sie ehrlich da und das treffende Wort „Sarg“ ist im Dorfnamen bereits enthalten. Es ist wirklich sehr, sehr unangenehm und tot da. Aber gut, hab ich’s mal gesehen. Nie wieder hin! Dann in den nächsten Zug, kurze Pause in Tankwart (Landquart). Dort ist es dann erstaunlich gut, viele neu gebaute Häuser, die architektonisch recht gelungen sind (dazu das erste Haus mit Waschbeton, das ich sehe, welches mir gefällt). Dann wieder weiter, damit ich den nächsten Bus erreicht. Bummelbahn hat aber fünf Minuten Verspätung und der Bus fährt abermals ohne mich los. Wenigstens nur 55 Minuten herumstehen in Chur, denn frühabends fährt das Postauto stündlich. So komme ich irgendwann doch noch in Tschiertschen an (statt drei hatte ich sechs Stunden, ohne dass mich irgendwelche Schuld treffen würde). Dort gibt’s dann noch Geburtstagskuchen für mich, trotz Verspätung.
Sargans:
IMG_6886 IMG_6887 IMG_6888 IMG_6889 IMG_6892 IMG_6893
Landquart:
IMG_6900 IMG_6901 IMG_6905 IMG_6907
Tschiertschen
IMG_6912

Aus Ärger mir überlegt, die Tasse mitzunehmen

Veröffentlicht in Ärger am 12. Februar 2013 von lueq

Ich lande im Café der Elisabethenkirche. Eigentlich ein netter Ort. Da der Doktor T. während unseres Aufenthaltes kurz auf Toilette muss, schaue ich mir schnell die Karte an. Das wird schlimm. Da steht erst was, man solle bitte keine Gläser mitlaufen lassen. Soweit ganz in Ordnung, dann wird es aber prekär: „Wir danken für’s Verständnis“. Übel, das mit dem Apostroph, leider bereits dermassen häufig gesehen, dass es mich auch schon mehr genervt hat. Aber ganz eklig finde ich, wenn man mir für mein Verständnis dankt, noch bevor man mich überhaupt drum geben hat (bitte korrekten Ablauf einhalten!). Woher wollen die wissen, ob ich überhaupt Verständnis habe? Das Anliegen ist zwar schon OK, bitte aber nicht so. Kaffetasse hab ich übrigens dann doch dort gelassen.
Elisabethen

Wenn’s doch immer so einfach wäre

Veröffentlicht in Ärger am 9. Februar 2013 von lueq

Das Problem war minim, die Lösung ist dann aber erstaunlich einfach gefallen. Der am wenigsten wichtige Abfluss in der Wohnung war verstopft. Der beim Lavabo im Klo. Derjenige in der Küche wäre schlimm, das Klo selber eine Katastrophe (Badewanne ginge auch noch knapp). So suche ich wieder mal den Saugstutzen im Keller und pumpe ein bisschen (dazu wohlweislich das Notloch mit einem nassen Schwamm abgedichtet). Nach nur drei Stössen kommt dann so ein wenig ekliges Zeug raus, danach fliesst die faulige Suppe augenblicklich ab. Macht mir Angst, dass das dermassen einfach war. Damit der heutige Tag insgesamt noch einigermassen normal verläuft, muss noch etwas unheimlich schlimmes passieren (das Fernsehprogramm angeschaut, und das könnte es sein).
Puempel

Richtige Reihenfolge nicht beachtet

Veröffentlicht in Ärger am 4. Februar 2013 von lueq

Ganz schön doof, wenn ich zuerst dusche, danach die Kleider wechsle und erst dann die Schuhe putze. Aber richtig putze. So mit Bürste und Wasser (war sumpfig beim Grenzstein 100). Die Schuhe sind jetzt zwar recht sauber, die Klamotten sind aber heftig mit Dreck bespritzt.
Schuhputzdreck

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.