Konsum

Posted in Erfreulich on 4. Dezember 2014 by lueq

Der Tag war zu Beginn etwas ernüchternd. Ich habe die vor Monaten in Frankreich gekaufte Enzian-Marmelade probiert. Nicht sehr geil. Enzian scheint nur zusammen mit Alkohol fein zu sein.
Den späteren Tag beschliesse ich, wieder raus aus der Hochsicherheitszone zu fliehen: Saint Louis. Habe die neue Ausstellung in der Fondation Fernet Branca gar noch nicht gesehen. Keine Ahnung, was da auf mich zukommt, aber ich hab ja Zeit. Ich stelle dort fest, dass die Ausstellung „prendre le temps“ heisst. Hui! Zum ersten mal in meinem Leben fällt mir ein Sprachwitz auf Französisch ein, und ich hoffe, die Ausstellung entpuppt sich nicht als „perdre le Temps“. Jaja; nicht sehr gut, der Kalauer, aber immerhin auf Französisch (für RTLII sollte der reichen). In der Ausstellung geht es um sieben (sechs?) Künstler, deren Werke der letzten vier Dekaden gezeigt werden. Ich find’s recht schön kuratiert, denn die Bilder/Videos/Plastiken sind nicht nach Künstler, sondern nach Dekaden geordnet. Überraschend gut. Dabei stelle ich fest, dass ich mir jeweils die Bilder von Guido Nussbaum (noch nie gehört vorher) genauer anschaue. Insgesamt wirklich den Besuch wert im Museum.
Danach shoppen im Supermarkt. Dort kaufe ich viel zu viel ein. Blödsinnig, habe nun alles im Überfluss. Oliven, Käse, Wurst. Sogar zu viel Brot. Denn da ich unter all den Einheimischen nicht zu sehr auffallen wollte, habe ich mir ein Baguette gekauft. Und weil mich das mit dem Enzian & Alkohol nicht losgelassen hat, fand ich, ein Liter Suze muss auch noch rein.
Baguette

Friedhofsreise

Posted in Urlaub on 3. Dezember 2014 by lueq

Kann ja sein, dass ich am Sonntag verkatert bei irgendeinem Bericht über irgendeinen Friedhof von irgendeinem Schweizer Fernsehen hängen bleibe. Z.B. letzten Sonntag. Eine Sendung über den Friedhof in Lantsch/Lenz (rätoromanisch/deutsch; die Gemeinde scheint offiziell tatsächlich so zu heissen) gesehen. Interessant dabei, dass der Pfarrer da vor etwa vierzig Jahren durchgesetzt bekommen hat, dass alle Kreuze auf dem Friedhof aus Metall sein sollen. Ich steh ja auf so Scheiss, drum gehe ich mir das sehr gerne anschauen. Zudem ist in Basel die Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zeitgeist Europas, worum ich gerne einen grossen Bogen mache,dazu könnte in Lantsch/Lenz die Sonne scheinen (sagt der Wetterbericht). Das mit der Sonne wage ich im Postauto erst zu bezweifeln, Nebel, Nebel, Nebel. Dann habe ich aber tatsächlich das Glück, dass der Friedhof ein paar Höhenmeter über der Nebeldecke liegt. Eisenkreuze (wie eigentlich erwartet) nicht so super, dafür die Lichtstimmung absolut umwerfend. Denn ich fahre noch ein bisschen mit dem Postauto hoch und runter und je nachdem bin ich eben knapp über oder gerade unter der Nebelgrenze. Voll mystisch, so ein zugenebelter Bergsee. Grosser Spass!
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Ich bin so was nicht Mainsteram

Posted in Erstaunlich on 2. Dezember 2014 by lueq

Da wurde die Bevölkerung befragt, welches denn ihre grössten Ängste sind. Und auf Platz 1 steht: Arbeitslosigkeit. … ? … Ja was denn?!?!? Seid ihr denn alle total bescheuert? Oder alternativ dazu könnte ich mich natürlich fragen, ob ich denn alles falsch mache. Und wenn’s so wäre; solange es mir gut (sehr gut) geht.
arblos

Gibt es Krieg?

Posted in Ärger on 1. Dezember 2014 by lueq

Auf dem Weg zur Grippe-Impfung merke ich, das etwas anders ist in der Stadt. Ein paar Soldaten, manchmal ein Militärfahrzeug, viel mehr Polizei als sonst, Absperrgitter, Absperrgitter, Absperrgitter. Ach Dreck! In drei Tagen ist OSZE-Meeting in Basel (und meine Verachtung für die Deppen, die das möglich gemacht haben). Das Dumme dabei, dass der Witz nicht einen Kilometer weg von meiner Wohnung stattfindet. Nun hat die Polizei gar nicht kommuniziert, ob ich denn innerhalb oder ausserhalb der Hochsicherheitszone wohne (Geheimhaltung; die schlauen Füchse). Aber was nun? Ich hab echt keine Lust auf Bullenstress überall (bereits heute einen Helikopter kreisen sehen). Da bin ich die ganze Zeit im Urlaub, aber wenn es wirklich mal an der Zeit wäre, bleibe ich daheim (vielleicht fällt mir ja noch was ein). Weil hier wird wahrscheinlich nicht sehr lustig, so ein bisschen Palästina (wenigstens nur für ein paar Tage). Fein aber, wie sorgsam das Polizeischwadron mit seinen Roadblocks umgeht. Die waren scheinbar seit der Fusball-EM 2008 sauber verstaut (kann ja sein, dass die Schrift abfällt).
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Auf der faulen Haut mit etwas Geld auf der Seite

Posted in Allgemein on 28. November 2014 by lueq

Die Kreditkarte benutze ich nicht mit besonders viel Freude.Denn da kann ich gerne die Übersicht verlieren (auch wenn ich die noch nicht abgebuchten Beträge einsehen kann; schon gut, das Internet). Heute schaue ich mir meinen Kontostand an. Kreditkartenschulden sind abgebucht. Geil! Schon schlimm, aber gar nicht so schlimm. Denn Island war ja teuer (und meist mit der Kreditkarte bezahlt), und nun sehe ich, dass das meiste von Israel auch bereits abgebucht ist (die noch ausstehenden 37.50 werde ich spielend überleben). Und ganz gut, dass ich die nächsten Tage gar keinen Flug buchen muss (mal sehen; vielleicht ist mir ja mal langweilig, dann schau ich gerne auf EasyJet und wen der Preis dann stimmt kann ich meist nicht widerstehen). Denn eigentlich bin ich ganz froh, dass ich nun ein paar Tage gar nicht in die Ferien fliegen muss. Das heisst, ich werde hier faul rumliegen. Sehr gut.
Geliege

Noch ungeschützt

Posted in Multiple Sklerose, Urlaub on 19. November 2014 by lueq

Ich lasse mir heute die Grippe-Impfung aufschwatzen. Bei mir, weil interessant, natürlich nicht „einfach so“, sondern verbunden mit einer Studie. Es geht irgendwie um weisse Blutkörperchen, zwischen zwei Tysabri-Infusionen, bla bla, ich habe nicht so genau zugehört. Blöd nur, dass das eine Fortgeschrittenen-Studie zu sein scheint, ich muss mich sogar selber um die Impfung kümmern. Und weil ich heute ja eh im Spital war, dachte ich, ich melde mich für so in zwei Wochen für die Impfung an (ideal, wenn der Impf-Termin zwischen zwei Infusion liegt; und in Israel, wo ich nächste Woche bin, ist Grippe wohl gerade nicht das Hauptproblem). In der Impfabteilung scheint es aber gar noch nie vorgekommen zu sein, dass einer kommt und so einen Quatsch erzählt wie „ich möchte in zwei Wochen gegen die Grippe geimpft werden“. Normalerweise will man alles (Anmeldung und Stups vom Arzt) am gleichen Tag machen. So hört mir der Mann am Empfang gar nicht zu, sondern schickt mich geradewegs in die Impfstation, wo ich erst nach dreissig Minuten warten informiert werde, dass die mich jetzt sofort drannehmen wollen (mit der Wartezeit auf der Infusionsstation habe ich heute immerhin doch eine Stunde im Kantonsspital verplempern dürfen). Ich laufe dann aber etwas entnervt davon, weil bringt ja gar nichts, wenn ich mich heute hätte impfen lassen. Kommt dann nächste oder übernächste Woche auch sehr gut.
Impfwart

La Valletta?

Posted in Urlaub on 17. November 2014 by lueq

Es gibt doch noch einige Destinationen, wo ich gerne noch hin will. Glücklicherweise meist in der „Nähe“ und nicht Übersee. Z.B. Malta. Das muss ich jetzt noch mal überschlafen… Denn der EasyJet fliegt von Mailand aus da hin. Unverschämt billig; wenn ich das GA nicht hätte, müsste ich etwas mehr für „Basel – Milano Malpensa“ als für „Milano Malpensa – Malta“ abdrücken. Und Ende April scheint dort auch kein Schwein hinzuwollen (mehrere Einzelzimmer in verschiedenen Hotels für unter SFr. 20.-/Nacht). Nur doof, dass der Rückflug dann erst spät am Abend ist und ich noch eine Nacht in Milano Malpensa buchen müsste (keine Lust, mich sieben Stunden in einem Flughafensessel zu verlustieren, Hotel käme allerdings gar etwas teurer als der Hinflug). Nun ja… ~270 (Transfer Domodossola – Malpensa und zurück, Flug, Hotel Valletta, Hotel Malpensa) werde ich mir schon noch genauer überlegen, ob das denn wirklich sein muss (es soll da ungeheuer langweilig sein). Im Kopf aber eigentlich bereits gebucht.
Valletta

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