Call me Huxley

Posted in Ärger, Comic on 18. Juli 2014 by lueq

Da muss ich heute unbedingt einen Comic zeichnen (Redaktionsschluss war eigentlich vor einem Monat; Danke David, für die Geduld). Ich mache das sogar etwas anders, aufwendiger, als sonst, denn statt 2×3 zeichne ich 3×4 Bilder. Beim Abmessen der Panels unterläuft mir ein kleiner Fehler, irgendwie messe ich einen Zentimeter zu wenig ab. Das bemerke ich erst nach dem Ausziehen der Linien mit meinem Stabilo fine 0.4. So sind nun die Panels in der Mitte einiges breiter als die links und viel, viel breiter als die rechts. Könnte ja ein neues Blatt nehmen, ich verzeichne das aber als künstlerische Freiheit (einmal Panels ausmessen ist genug für einen Tag) und finde, dass das so viel geiler aussieht.
Doch nicht genug mit dem untypischen Seitenaufbau. Ein paar Stunden später muss ich sonst ein Blatt zerschneiden, passe dabei nicht auf (ich hebe gleichzeitig das zu schneidende Werkstück und den neuen Comic auf), und so hat nun mein neues Werk „Poet at Work“ einen Schnitt rechts unten. Kann ich wegphotoshopen, aber schon ein bisschen doof.
Zerschnitt

Bagage

Posted in Urlaub on 8. Juli 2014 by lueq

Zuerst ein Schwank aus meiner jüngeren Vergangenheit:
Der Urlaub vor etwas mehr als einem Monat hat schlecht begonnen. Denn kaum war ich aus der Wohnung raus, gab es einen leisen Knall und ich hielt nur noch den Ausziehgriff von mein meinem Rollkoffer in den Händen. Der eigentliche Koffer lag am Boden.
Hat genervt, doch ändern konnte ich das nicht mehr. So ging es dann halt mir einem Koffer, statt mit einem Rollkoffer nach Sardinien. Hab’s überlebt.
Nun geht es diese Woche dann nach Riga und da will ich schon wieder was zum Nachziehen dabei haben. So mache ich mich heute auf die Suche nach einem für mich passablen Rollkoffer. Preis spielt eine Rolle, aber nur ein untergeordnete (nehme an, der Billigste taugt nicht viel). Dabei hat der Manor Pech, denn der hat derzeit alle Rollkoffer runtergeschrieben, dabei hätte ich auch gezwungenermassen auch den vollen Preis bezahlt. Und nun bin ich sehr zufrieden mit meinem neuen Rollkoffer, da der mindestens fünf Jahre hält, denn solange hab ich Garantie drauf.
Rollkoffer

Wieder Doubs

Posted in Urlaub on 7. Juli 2014 by lueq

Sie ist gut, die Landschaft bei Goumois am Doubs. Das Camping-Weekend wird leider meist durch etwas zu heftige Regenschauern gestört, die Sonne kommt aber in diesem Jahr jedoch erfreulich oft zum Vorschein.
Ein gutes Leben haben die Kühe da. Glückliche Kühe. Normalerweise werden sie auf einer Wiese gehalten. Dort jedoch gönnt man ihnen dazu noch ein gutes Stück Wald. So finde ich Kuhspuren auf den Waldwegen vor, die Kuherde tummelt sich zwischendurch gar auf einer Lichtung. Zugang zum Doubs wird ihnen auch gewährt, so geschieht es einmal am Nachmittag, dass die Viecher zum Fluss runtergehen, dort zusammen einen trinken und dabei ein bisschen in den Fluss kacken. Wirklich glückliche Kühe.
Ganz fein war meine Wanderung (trotz grässlicher Schwüle, ich laufe fast aus). Erst ein wenig dem Doubs entlang, wobei ich einem Fischer beim Zusammenpacken seiner Utensilien begegne. Er meint, ob ich denn seine Forelle will, die er gefangen hat, er isst keinen Fisch. So bringe ich das Kunststück fertig, einen Fisch zu fangen, ohne ein Angel ausgeworfen zu haben, ich Tausendsassa. Obschon ich dann abends auf die Beilagen verzichtet habe, konnte ich nicht alles aufessen, so mit Forelle, Merguez und der obligaten Saucisse de Morteau (für die gehe ich gerne schnell rüber zum Franzosen). Vom Doubs aus gehe ich in den Wald, weil ich dank guter Recherche gesehen habe, dass es da einen interessanten Wasserfall hat. Und trotzdem der Weg nicht sehr einfach ist (eben heiss, zudem nass) lohnt sich der Weg dahin, die Chute du Bief ist wieder mal einer der besten Orte, die ich je gesehen habe. So ein überhängender Felskessel mit Wasserfall. Dermassen überhängend, dass ich problemlos hinter dem Wasserfall durchgehen kann. Ich steh dort etwas ein halbe Stunde mit offenem Mund rum. Gibt’s ja gar nicht!
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Ein Hoch auf mein Immunsystem

Posted in Erfreulich, Multiple Sklerose on 2. Juli 2014 by lueq

Den halben Tag im Kantonsspital verbracht. Jährliche „Wir-Schauen-jetzt-mal-näher-hin“-Untersuchung (Infusion, Hirntest, Gleichgewicht, MRI, sonst noch ein paar). Ich werde gelobt, denn ich habe gar keine JCV-Antikörper mehr. Den JC-Virus hat zwar etwa die Hälfte der Bevölkerung, doch das ist vollkommen egal, der tut meist gar nichts. Blöd nur, wenn er in Zusammenhang mit meinem Medikament auftritt, dann kann es übler werden (etwa komplizierter Geschichte, wen’s interessiert, soll selber nachschauen). Da ich aber bisher nur ganz wenig Antikörper hatte, hat das mich (und die Ärzteschaft) nur bedingt gekümmert (gleich nochmal kompliziert). Nun ist da gar nichts mehr nachweisbar, was ich recht nett finde. Dann noch Treppe rauf, Treppe runter (ich werde genauer unter die Lupe genommen). Und wenn ich schon bei der Radiologie vorbeikomme, kann ich ja grad noch fragen, wann denn mein Kontrollbild von meinem Arm gemacht wird, habe den Terminzettel verloren. Dabei stelle ich fest, dass ich das eigentlich vor zwei Wochen hatte (seltsam; sonst werden nicht eingehaltene Termine im Kantonsspital mit eine kleineren Busse belegt; vielleicht ist man kulant mit mir, weil ich ein guter Kunde bin). Kann das Röntgenbild dann in etwas zwei Wochen nachholen.
JC_Nein

Ladenverräterin

Posted in Erfreulich, Essen on 1. Juli 2014 by lueq

Ich wollte meinen Einkaufshorizont etwas erweitern. So bin ich statt wie üblich nicht in die Migros, sondern in den Coop gegangen. Ganz nett da, die ganz grosse Erleuchtung habe ich allerdings nicht erlebt. Die Kundschaft hat mich aber in grosses Erstaunen versetzt. Denn unter den Konsumenten erblicke ich aufs mal die etwas retardierte (dafür nette) Kassenfrau der Migros Efringerstrasse. Dass die ihren Mitarbeiterrabatt nicht in der Efringerstrasse einlösen geht, kann ich gut verstehen, dass sie ihren Lohn dann allerdings im Coop (gar mit Supercard) verjubelt, lässt mich doch etwas an der Qualität der Migros als Ganzes zweifeln.
Coop

Besser als Telefon

Posted in Erstaunlich on 28. Juni 2014 by lueq

Unerwartet komme ich heute zu einem Gespräch. Bei Muttern aufgewacht und dabei erstaunlich wenig verkatert. Ich beschliesse dann nach Jahren wieder einmal die Solothurn Niederbipp Bahn zu nehmen. Bei der Bahnstation Feldbrunnen (der Begriff „Bahnstation“ ist etwas übertrieben) fällt mir einen neue Säule auf. Dort muss ich auf den Knopf drücken, damit die Bahn auch anhält für mich. Nach der Drückerei bin ich erstaunt, dass die Säule zu sprechen beginnt und mir bestätigt: „Ihr Haltewunsch wurde angenommen“. Ich inspiziere die Säule etwas genauer und dabei fällt mir der Informationsknopf auf. Was hat der wohl für Informationen für mich? Also drauflosgedrückt. Erst kommt eine Stimme vom Band, dass ich jetzt verbunden werde. Dann die grosse Überraschung, denn aufs mal spricht eine echte Person mit mir. Geil! Leider gerade kein Thema gewusst, über das ich hätte diskutieren können und so das Gespräch schnell abgewürgt. Aber toll zu wissen, dass die Solothurn Niederbipp Bahn jederzeit bereit ist, mit mir zu reden. Jetzt noch ein Diskussionsansatz fürs nächste mal überlegen (z.B. das Rollmaterial der Solothurn Niederbipp Bahn).
Automatengespraech

Roma

Posted in Comic, Urlaub on 27. Juni 2014 by lueq

Ach ja. Immer so ziemlich die härteste Woche des Jahres am Comic-Festival in Rom. Aber dermassen gut, dass es sich lohnt, die Strapazen auf mich zu nehmen. Seit zwei Tagen daheim und es unheimlich genossen, meine Ruhe zu haben. Kein Schwein um mich herum, mein eigenes Klo, eine Dusche, die immer warmes Wasser hat, Kühlschrank. Stille. Nichts tun.
Und jetzt der Rom-Bericht; freilich nicht alles, nur ein paar Ausschnitte.
Ich war ja schon oft in Rom (elfmal?). So oft, dass ich gar nicht mehr die Kamera hervorkrame, wenn ich am Kolosseum vorbeikomme. Warum noch mehr Bilder davon machen?
Letztes Jahr meine Schuhe bei Davide vergessen. Der war so nett und hat die nicht weggeforfen, so hatte ich gar zu viele Schuhe dabei.
Einen Laden hinter dem Pantheon gesehen, der Priestergewänder verkauft. Zwar habe ich genug Unterwäsche, doch so eine Unterhose, wie sie auch ein Bischof trägt, wäre ergötzend. Leider feststellen müssen, dass der Shop gar keine Unterhosen verkauft (sind Priester davon befreit, Unterwäsche zu tragen?), mir aber immerhin Socken erstanden. Ich rede mir nun ein, dass ich dieselben Sockenmarke besitze wie der Papst. Ha!
Endlich den Running Gag „Ich will auf die Kuppel des Petersdoms, komme aber nicht hoch, weil so viele Leute“ zerstören können. Hat zwar auch zwei Versuche gebraucht (beim ersten am Mittwoch wurde der ganze Vatikan um 11:00 geschlossen), am Dienstag war es endlich soweit. Ein Höllenaufstieg (oben der Gang dann ganz eng und schief, da in der Kuppel), die über 500 Stufen in der Römischen Hitze. Nach zehn Minuten tief durchatmen oben kann ich aber die Sicht auf die Stadt geniessen (auch wenn meine Kleider noch klatschnass sind vor Schweiss).
Eher unerwartet ans Arcade Fire Konzert gekommen. Gut. Gut. Sehr gut!
Und wenn ich noch hundertmal nach Rom komme (was zwar nicht sicher, da die Fontana di Trevi derweil restauriert wird und ich so gar keine Münze einwerfen konnte; das zwar fast ein wenig der Tiefpunkt der gesamten Reise, irgendwie war aber selbst das recht witzig), ich werde noch nicht alles gesehen haben. Neu dieses mal: so ein Aquäduktpark etwas ausserhalb. Auch wenn zum Teil etwas kaputt, eine grossartige Anlage (und langsam werden es echt viele Sehenswürdigkeiten da, die ich gerne wieder besuchen würde).
Soviel aus Rom (und war noch einiges mehr; noch meinen Dank an alle Beteiligten, hatte eine gute Zeit).

Papstsocke

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