Rīga

Schön, wenn man eine Wochen im Urlaub war und es war die ganze Zeit umwerfend gut in Lettland. Eine Begebenheit möchte ich näher erläutern:
Der Fussball. Ich war der Meinung, dass es bestimmt ein rasantes Erlebnis werden würde, ein Fussballspiel der höchsten Lettischen Liga zu sehen. War es definitiv! FK Spartaks Jurmala (gegründet 2007) gegen Metta Riga LU. Schon die Reise hin sehr interessant. Man geht relativ planlos erst mit dem Zug nach Jurmala und gurkt dann dort ein wenig zu Fuss herum, bis man erstaunlicherweise um 16:00 zum offiziellen Spielbeginn vor dem Stadion steht. Dort ist dann überhaupt nichts, ausser einem mürrischen Platzwart, der uns auf Russisch irgendwelche Informationen gibt. David spricht kein Russisch. Dank einem Telefonanruf finden wir dann heraus, dass das Spiel auf 18:00 auf einem anderen Platz angesetzt worden ist. Den finden wir dann ganz gut und schnell (wohl das Pausenfeld eines Schulhauses), dass vor dem Spiel noch Zeit für ein Bier in einer Lettischen Provinzbar (soweit ich das gesehen habe, ist alles in Lettland ausser Riga Provinz) bleibt. War ganz gut, denn beim Fussballplatz selber gab es weder Bier- noch Wurststand. Als Tribüne sind ein paar Holzbänke entlang des Spielfeldes aufgestellt (und als Abschrankung, damit niemand aufs Feld rennt dient ein Bauabsperrband). Dafür kostet der ganze Spass nichts. Kommen erstaunlicherweise nur so um die 400 Nasen. Der Kick selber ist zwar noch schlechter, als das, was mir sonst in Como geboten wird, immerhin gewinnt Spartaks 3:1 (das Tor Zum 1:0 war übrigens weltklasse).
Die sonstige Zeit sehr viel rumgekommen im Land. Imposanter Russenflohmarkt, wo es mehr oder weniger nur Hehlerware zu geben scheint; den Zentralmarkt in Riga im ehemaligen Zeppelinhangar genossen; mit dem Tram in Riga bis zur Endstation gefahren, nur um zu sehen, wie es dort wohl so aussieht (ich hatte ja Zeit), kam dann ein ganz netter See; Comic-Jam nach Lettland exportiert; ganz in den Westen Lettlands nach Liepāja; in Jurmala die Füsse in der Ostsee gehabt (Scheisse ist die noch kalt); Sehr eindrucksvolle Kneipentour (es empfiehlt sich, in Lettland im Spielsalon saufen zu gehen, denn da darf man noch rauchen; supertrash! Lohnt sich echt!); voll verkatert in die Oper, Wagner, Götterdämmerung, 6 1/2 Stunden Kultur-Overkill. Grossartig (und das zu einem Preis, für den man in Venedig die Oper ohne sonst irgendwas drin anschauen gehen kann), ich war erstaunlich berührt von den schreienden Weibern; nach Sigulda zum Spaziergang im Nationalpark; hunderte von Jugendstilhäusern in Riga bewundert und sonst noch viel, viel, viel. Ich bin begeistert.

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