Ist schön, im Safrandorf

Da könnte fast der Eindruck entstehen, dass es in meinem Leben nur noch um das Gewürz geht… keine Angst, ist nicht so. Aber da gibt es genau eine Gemeinde in der Schweiz, in der der Safran wächst. Auch wenn es nicht Blütezeit ist, denke ich, ich geh mir das anschauen. So ein paar Frühchen sollten bestimmt zu sehen sein. Schon die Fahrt hin ist recht beeindruckend, geht hoch hinaus von Brig aus. Ich schreite dann den Safran-Lehrpfad ab, sehe aber kein Blümchen. So ist es eher ein „normaler“ Spaziergang über eine furzgewöhnliche Alpenwiese. Ich weiss jetzt aber, dass das Safrankrokus sehr heikel ist. Der in Mund abgebaute ist wertvoller als Gold, wirklich reich kann man aber nicht werden damit, der jährliche Ertrag beläuft sich auf etwa drei bis vier Kilogramm. Man merkt, ich habe die Schilder auf dem Safran-Lehrpfad gelesen. Und das Dörfchen Mund ist auch super. Ein lebendes Klischee. Ich denke, dass ein Ami denkt, dass es in der Schweiz so aussieht, wie in Mund. Sauber, Chalets, Geranien auf dem Balkon, alles was das Herz begehrt. Ich bin erst etwas enttäuscht, dass ich Kühe weder sehe noch höre, doch sind die im Sommer so wie es sich gehört für ein proper Bergdorf alle auf der Alp am Sömmern. Ich bin begeistert. Nur schade, dass ich keinen Safran direkt vom Erzeuger kaufen kann, der ist meist schon bald nach der Ernte ausverkauft. Aber ich sehe sonst ein paar geile Viecher. Besonders die Schwarzhalsziege lässt mich jubeln. Im Oktober muss ich wohl wieder hin: ich will ein blühendes Safranfeld sehen.

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