Im Ländle

Ich wollte eh nach Liechtenstein. Dort stehe ich sogar vor dem Landesmuseum, lasse die Bürste aber Bürste sein und bleibe draussen (und bin später erfreut zu erfahren, dass die Ausstellung sehr langweilig ist). Ich war noch nie in Vaduz und habe immer gedacht, dass es dort sicher bedrückend scheisse ist. Ich steige zum Bus aus und stelle fest: es ist bedrückend scheisse. Zwar geben sie sich Mühe und haben zum Teil recht nette Kunst in der Fussgängerzone aufgestellt, auch die neuere Architektur ist sehenswert. Die Fürstengruft wäre ich gerne anschauen gegangen, die scheint aber nur zu Beerdigungen geöffnet zu sein. Ansonsten thront das Schloss mit dem Fürst drin über dem Dorf. Wenigstens werden klare Verhältnisse geschaffen: Chef (Dracula?) oben, Dreck unten. Ein neues Wort lerne ich: Bankfeiertag. Was ist das (Banken übrigens recht wichtig da, in jedem zweiten Haus ist eine angesiedelt)? Und eigentlich bin ich ja hin, um Fussball zu schauen. Ich erwarte nichts (es spielt der Letzte gegen den Zweitletzten der Nationalliga B; noch nicht besonders aussagekräftig nach zwei Spieltagen) und werde deshalb auch nicht enttäuscht. Gross, wie der Torhüter von Locarno dreimal nacheinander den Abstoss direkt auf der rechten Seite ins Aus hämmert. Ich bin froh, ist mir völlig egal, was auf dem Platz passiert. Passiert auch nicht viel. Ausser dass Vaduz dann 2 : 0 gewinnt (zwar doch etwas schade, war ich doch im Geheimen für Locarno).

Eine Antwort to “Im Ländle”

  1. Wen fragen wir, wenn wir mal was nicht wissen? http://de.wikipedia.org/wiki/Bankfeiertag

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