Venezia

Es lohnt sich im Winter nach Venedig zu gehen! Sehr wenig Leute (Wetter war teilweise allerdings etwas gar beschissen). Gleich zu beginn mache ich ein bisschen richtig Sightseeing und besuche den Dogenpalast. Dort gefällt mir der Prunk sehr gut, auch wird es eher selten sein, dass man die Seufzerbrücke alleine überqueren kann, weil es wirklich nur eine geringe Zahl Personen da hat. Auch in dem riesigen Saal (problemlos Platz für ein halbes Fussballfeld) sind mit mir gerade mal drei Menschen drin. Beim Rauskommen ist etwas ungemütlich: Acqua alta. Nicht wahnsinnig hoch, der Markusplatz hat aber viele ungemütliche Pfützen. Auch wenn die Menschenmengen eher gering sind: wenn sich die alle einen etwas über einen Meter breiten Steg teilen müssen, wird es etwas eng. Dauert glücklicherweise nicht sehr lange, und schön, hab ich das mal gesehen. Sonst habe ich viel Zeit zum Schiffchen fahren. So komme ich auch nach Sant Erasmo, freilich nicht ganz zufällig, dort aber ein sehr entspannter Spaziergang (auch ohne Menschen) auf der Gemüseinsel. Sonst Burano, Treporti (dort muss man nicht hin), Torcello, San Giorgio. Lustig, die Vaporetti. Und auch Venedig mit richtigen Menschen (Einwohner) erlebe ich auf dem Campo Santa Margherita. Dank Gesprächen mit den Eingeborenen komme ich sogar in eine „wirkliche“ venezianische Kneipe, mit nicht sehr gutem Wein, dafür aber aus der grossen Flasche und zum Preis von nur 90 Cent das Glas. Und da in Venedig alles um 21:30 schliesst, kann ich am nächsten Tag katerfrei früh raus. So lande ich erst bei Regen auf dem Lido. Die Spatzen dort scheinen evolutionär eine Stufe über den unseren zu stehen, vielleicht sind sie auch einfach schlecht verpflegt. Oder Spatzen sind extrem geil auf Cornetti. Von dort aus weiter nach Chioggia. Da ist die Reise hin einfach unglaublich gut (Boot, Bus, Fährenbus, Boot). Chioggia selber ist dann nicht sehr angenehm (und dabei finde ich das so eine nette Stadt). Es regnet wie blöd, dazu mache ich Erfahrung mit der Bora. So ein fieser Wind! Die Tropfen fliegen waagrecht, dazu ist es sehr kalt. Ich habe noch nie so viele Schirme umklappen sehen (etwa jeder). Die Strassen sind übersät mit demolierten Schirmen. Ich bleibe nicht sehr lange dort. In Venedig ist dann wieder etwas besser und ich latsche noch zwei Tage rauf und runter, oder fahre Boot. Und bis auf den Flug nach Hause (und dem Wetter) wäre alles unbeschreiblich schön gewesen, gestern um 22:00 kam dann aber die Meldung „Cantellato“. Bis ich dann endlich in einem Bett bin ist es zwei Uhr nachts (so ein Kacke-Kongress-Hotel ausserhalb; wenigstens bezahlt EasyJet). Dann bereits um sechs wieder auf, denn ich fliege zuerst nach Rom (doof; da bin ich in Rom und sehe gerade mal den Flughafen), habe dort drei Stunden Zeit zum umsteigen, bis endlich ein Flug nach Basel geht. Macht ziemlich fertig, so eine Fliegerei. Wenigstens bin ich wieder daheim.
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