Fast schon wie Sommer

Der Radiowecker plärrt um halb sieben los. Ich denke mir, dass kann doch wohl nicht wahr sein, denn sehr fidel fühle ich mich nicht, da gestern in Zürich bei Tocotronic (war sogar noch besser als in Wien) und dann kommt man halt so wirklich spät nach Hause. Trotzdem werfe ich einen Blick aufs iPhone und das sagt mir, das Wetter in Como solle blendend werden heute, so raffe ich mich doch noch auf. Kurz nach Mittag komme ich an, so habe ich genug Zeit, um zur – nur am Sonntag geöffneten – Basilica di San Carpoforo zu wandern. Führt mich sogar am Friedhof vorbei, der alleine schon fast die Reise wert wäre. Und auch die Basilika ist echt super, Zwar etwas spärlich beleuchtet (ob es wohl deshalb keine Leute da hat), sonst aber sehr ungewöhnlich. Fast kein Bild, kein Schmuck, kein gar nichts, ausser vier Heiligenbüsten, die das Ganze bewachen. Grundriss und der unerhört überhöhte Altar sind mir auch völlig neu. Hat sich gelohnt, der weite Weg, aber schon bald muss ich weiter, denn eigentlich bin ja ja hin zum Fussball. Heute: Calcio Como – FC Südtirol. Klingt doch sehr interessant. Beim Stadion angekommen staune ich ein wenig. Hatte gedacht, dass dreissig Minuten reichen sollten für den Ticketkauf. Laut Internet beginnt das Spiel um 15:00. Muss dann aber feststellen, dass Anpfiff bereits um 14:30 war. So gut sollte ich Italien kennen, um zu wissen, dass ich eine auf irgendeiner Homepage genannte Zeit noch mindestens bei einer anderen Quelle überprüfen sollte. War dann aber nicht weiter schlimm, dass ich die ersten 20 Minuten verpasst habe, es steht immer noch 0:0. Und sonst ist heute auch anders als sonst, im Stadion gibt es echtes Bier (Peroni). Und meine Ankunft scheint die Spieler auch zu inspirieren. Erst 1:0, dann blöder Elfmeter und 1:1, Pause, 2:1 (verpasst, weil am Bier holen; ich kann doch nicht gleichzeitig Treppe Steigen und Fussball kucken). Am Ende 2:2. Kacke. Daheim ein Unentschieden gegen die Österreicher. Wenn das so weitergeht muss ich mich nächste Saison damit trösten, dass ich Calcio Como auswärts in Venedig in der vierten Liga schauen gehen kann. Und da der Kick dann freilich früher aufhört als wie normal, habe ich danach noch Zeit für italienisch Gelati (war dann auch nicht so gut), kurzen blick aufs Casa del Fascio werfen und einkaufen gehen. Sie haben lustige Wurstwaren, die Italiener. Gekauft hab ich sie dann allerdings nicht.
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