Zöllner zutexten

Um den Tag rumzukriegen, gehe ich nach Deutschland einkaufen. Nicht viel, nur ein paar Kinkerlitzchen. Auf dem Weg nach Hause nimmt mich der Grenzwächter am Zoll raus und durchsucht mein Hab und Gut. Freilich findet er nichts von Interesse, aber da ich nun schon mal da bin, denke ich mir, ich kriege endlich meine spannenden Fragen zum Zollwesen beantwortet. So fange ich mit etwas einfachem an und will wissen, wie viel Kaffee denn erlaubt sei. Nun weiss ich, dass Kaffee keiner Einschränkung unterliegt, solange der Warenwert nicht 300 Franken übersteigt. Danach wird’s etwas knifflger, denn ich will eine Frage über Alkohol beantwortet wissen. Man kann zwei Liter bis 15% Vol. und einen Liter über 15% Vol. mitnehmen. Darf ich dann auch drei Liter bis 15% Vol. (also den Hartalk sozusagen in was leichtes umwandeln)? Darf ich nicht. Bei drei Litern muss einer Hochprozentig sein (seltsam). Die dritte Frage kann ich dann gar nicht zu Ende stellen, denn ich werde unterbrochen und kriege die Broschüre „Zoll Info. Ihr Weg durch den Schweizer Zoll“ in die Hand gedrückt. Dabei sah der Zöllner gar nicht so beschäftigt aus. Das Faltblatt beantwortet meine hochintelligente Frage aber gar nicht. Darf ich denn nun zwei Liter „bis“, oder zwei Liter „bis und mit“ 15% Vol. einführen? Wenn ich zwei Liter Martini gekauft habe, muss ich dann einen davon verzollen, oder ist es legal, wenn ich die über die Grenze nehme, ohne sie anzumelden? Plane in nächster zeit zwar keinen grösseren Martini-Kauf, aber man kann nie wissen.
Grenzwaechter

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