Genève

Bis gestern war ich gar noch nicht in Genf beim Fussball für dieses Jahr. Da musste ich freilich schon noch hin, bevor die Winterpause einzieht. Also Genf gestern. Das mit einem netten Überschuss an Zeit, damit ich mich noch ein wenig umsehen kann. Erst zum Friedhof. Cimetière des Rois. Weil da liegt Jean Calvin und so was gehe ich mir doch immer gerne anschauen (erstaunlich schlicht gehalten, das Grab). Der Friedhof überzeugt mich vor allem durch seine überraschenden Platzverhältnisse, denn bei etwas kompakterer Grabbelegung könnten dort gut hundertmal mehr Leute liegen (und so was in Genf, wo der Platz rar und teuer ist).
Weiter ins Museum; irgendwas zeitgenössische Kunst; habe zwar nicht einen Künstler gekannt (auch nicht jedes Hinweisschild gelesen), aber sehr unterhaltsam in der alten Fabrikhalle auf fünf Stockwerken. Das nächste mal mit mehr Zeit, denn es lohnt sich da, aber ich muss ja weiter zum Klassiker Servette FC – Chiasso. Ich habe leider den Fehler gemacht und nicht das Ticket für die Chiasso-Kurve gelöst. Wär recht cool gewesen, so einen Sektor mit 4000 Plätzen für mich alleine zu haben. Chiasso (immerhin mit einem Weltmeister auf der Trainerbank) macht dann den Gefallen, dass es bereits in der 12. Minute eine rote Karte reingebremst kriegt (kann man geben, muss man aber nicht). Servette macht sehr wenig aus der numerischen Überlegenheit. Kurz vor der Pause (0:0) mache ich mich auf dem Weg zum Bierstand, wird wohl nicht mehr viel passieren. Dann beginnt die zweite Halbzeit und es wird komisch. Ich zähle die Teilnehmer von Chiasso auf dem Feld. 9 (?). Ich frage meinen Vordermann, ob ich denn die zweite rote Karte gegen die Tessiner verpasst habe. „Nein“. „Warum spielt denn der FC Chiasso nur noch mit 9?“ … … er zählt nach, bespricht sich mit seinen Kumpels und irgendwie scheinen sie auch was verpasst zu haben, der Umstand amüsiert sie (und mich) aber freilich gewaltig. Das Geschenk nehmen wir gerne (erst das Internet zu Hause konnte mich dann aufklären, dass der Captain sich in der Kabine mit dem Schiedsrichter angelegt haben soll). Mit zwei Spielern mehr ist der Rest dann ein ziemlich Spaziergang und mutet teilweise an ein Trainingsspiel an. Nur aus Unachtsamkeit wird es für kurze Zeit etwas spannend (2:1), was dann aber schnell wieder korrigiert werden kann. 3:1, da steht dem Aufstieg nicht mehr viel (Lugano und Wohlen) im Weg.
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