Sintflut

Dummheit kostet Geld. Weil eigentlich wäre ich nicht schon gestern, sondern erst heute aus Rom zurückgekommen. Da ich mich relativ Kurzfristig entschlossen habe, ans Comic-Festival zu fahren, habe ich den Rückflug etwas unbedacht gebucht. Erst etwas spät festgestellt, dass ich heute grossen Spitaltermin habe. So mit Untersuchung, Infusion, Gedächtnis-, Reaktions- und Gleichgewichtstest, Fragebögen, zum Schluss wird noch mein Hirn gescannt. Da die Sache doch etwas Planung von der Seite des Krankenhauses abverlangt, konnte ich dann nicht zwei Wochen vorher den Termin noch verschieben. Auch betteln half nichts, so musste ich dann halt noch einen weiteren Flug buchen; 60 Franken in den Senf gesetzt. Schade, aber selber schuld. Bis die wichtigsten Daten (wie’s in meinem Schädel so aussieht) ausgewertet sind, geht es nun noch ein paar Tage. Wenn sich Frau Dr. B. nicht bei mir meldet ist gut.

Und insgesamt ja gar nicht so unglücklich, dass ich nach einer Woche Rom wieder nach Hause konnte (für kurze Zeit immer grossartig da, wenn ich da leben müsste, würde ich mindestens zweimal die Woche Amok laufen).
Doch noch der Tiefpunkt in Rom: Koostella und ich waren ja so snobistisch und haben uns für die Tage eine Wohnung gemietet, so mussten wir nicht irgendwo am Boden zwischen vielen Menschen pennen. In der ersten Nacht so um 2 Uhr auf dem Weg dorthin habe ich die bösen Geister heraufbeschworen und gemeint: „So toll. Jetzt kann ich mich einfach hinlegen und keiner wird mich mehr nerven“. Kam dann anders. Koostella fand irgendwie, die Klospülung füllt sich zu langsam und hat an den Armaturen rumgeschraubt. Mit dem Resultat, dass dann ein Wasserstrahl mit nicht unbeträchtlichem Druck aus der Wand geschossen kam. Ich war schon fast am liegen und aufs mal habe ich einen Brasilianer in der Wohnung, der herumtanzt wie Rumpelstilzchen und rumbrüllt „Scheisse. Scheisse, Wasser, Scheisse, Wasser“ usw. Dank der Lampe an meinem Handy (Sicherung geistesgegenwärtig rausgedreht von ihm; Wasser schoss genau auf die gegenüberliegende Lampe im Bad) hat er es dann aber doch geschafft, die Wasserleitung wieder zuzuschrauben (das Wasser ist jedoch etwas zu lange geflossen). Und nach etwa einer halben Stunde Wasser aus der Wohnung schaufeln konnten wir uns dann tatsächlich schlafen legen. Und wenn kein Wasser rausspritzt, sieht die Leitung eigentlich recht harmlos aus.
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