Tiefes Loch, waagrecht

Erst etwas Bildung: Das Land würde doch etwas anders aussehen, wenn damals, 1874, die Eisenbahngesellschaft nicht pleite gemacht hätte. Geplant war es, Basel und Bern mit der Eisenbahn nicht durch den Hauenstein, sondern durch einen Tunnel zwischen Reigoldswil und Mümliswil zu verbinden (die direktere Linie). So war es eigentlich die Idee, dass dann nicht Olten, sondern Önsingen zum Schweizerischen Eisenbahnknotenpunkt werden sollte. Die Bauarbeiten damals scheinen recht flott vorangekommen zu sein, auf beiden Seiten wurde etwa ein Kilometer in den Berg gebohrt, dann ging die Gesellschaft Konkurs. Zu sehen soll immerhin noch das Loch in Reigoldswil sein. Das wollte ich mir anschauen gehen, ohne grosse Hoffnung, das auch wirklich zu finden (einzige Info: „Nähe Talstation Seilbahn“). Ich gehe sogar nachfragen, ob es denn in der Nähe irgendein Eisenbahn-Loch hat. Der Bedienstete weiss dann sogar wider Erwarten eine Antwort: „Gleich zehn Meter hinter dem Haus“. Recht cool, das Loch, ich traue mich leider nicht rein (völlig unverschlossen), immerhin würde es etwa einen Kilometer in den Berg rein gehen. Als Alternative dann über den Berg nach Mümliswil gegangen, zwar anstrengend, aber recht nett. Das Südportal vom Tunnel allerdings nicht gefunden.
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