Luckas

Nachdem ich die ganze Woche etwas rumgekränkelt habe (nicht schlimm, war einfach etwas balabala), geht’s mir wieder relativ gut. So konnte ich gestern früh auf: Como, Fussball. Die Hinreise etwas beschwerlich, lesen. Ich bin/war an Rushdies „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Tage“. Das war zu Beginn noch recht abwechslungsreich, dann nimmt es ab. So ab der Mitte wird es wirklich doof. Nachdem ich etwa auf der Höhe von Biasca bereits über drei Viertel der Fibel gelesen habe, beschliesse ich, dass ich mir den Scheiss nicht mehr antun muss und beende die Leseaktion. Ich find das Buch echt Scheisse. Vielleicht wird’s zum Ende hin ja wieder gut, aber ich will mit dem Mist nicht mehr meine (ausreichend vorhandene) Zeit verschwenden.
In Como schaffe ich es endlich zum gedeckten Markt, gleich neben der Altstadt. Der ist super. All die Touristen verirren sich erstaunlicherweise gar nicht dort hin, ich bin etwas der Exot unter all den Italienern, kaufe aber gut ein.
Ab zum Stadion. Die Saison von Calcio Como 1907 in der Serie B bisher absolut desaströs. Dermassen desaströs, dass die Eintrittspreise von 15 auf 12 Euro gesenkt wurden. Ich erwarte nicht viel vom Kräftemessen gegen Avellino, die Erwartungen werden erfüllt. Sehr schlecht. In der Pause beim Stand von 0:0, mache ich etwas Neues: ich verlasse das Stadion. Als Ausrede mache ich meinen Gesundheitszustand geltend (der Fussball war allerdings wirklich ein Ärgernis). Die Curva Como ist im Winter bereits beim Spielanpfiff im Schatten, ich eben nicht so wahnsinnig gesund, vielleicht besser, mich in den warmen Zug nach Hause aufzumachen. Hat sich dann nicht echt gelohnt, weil der Zug, den ich eigentlich nehmen wollte kam einfach nicht (ohne irgendeine Information dazu, auf der Elektroanzeige an der Stazione war er angezeigt; Italien). Immerhin höre ich vom Bahnhof aus Jubel aus dem Stadion (dann festgestellt, dass es die Avellina-Supporter waren). Blöd (oder gut?), weil ich hätte das Spiel auch bis zu Ende ansehen können, und wäre zur selben Zeit daheim gewesen, hätte dabei allerdings im Stadion statt am Bahnhof gefroren.
Jetzt noch kurz zur Tabelle in der Serie B: Como hat in 19 Spielen einen (!) Sieg einfahren können und steh mit 10 Punkten recht deutlich am Tabellenende. Einzige Möglichkeit, die ich sehe, einen Abstieg abzuwenden wird sein, dass drei andere Clubs bei irgendwelchen Mauscheleien (gut möglich, südlich der Alpen) erwischt werden und wegen irgendwelchen Strafen abgestiegen werden. Sonst halt dann wieder Lega Pro.
Luckas

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