Im Schokoladen-Wunderland

Wer macht die beste Schokolade?
Cailler.
Richtig.

Und da ich neulich in Gruyère war und ab und zu auf meinen Reisen gerne einen Blick in die gratis aufliegenden Touri-Broschüren werfe, habe ich festgestellt, dass die da ganz in der Nähe hergestellt wird. Sogar mit angegliedertem Museum (gratis mit Museumspass). Cool. Muss ich unbedingt hin, die Gegend ist ja sehr ansehnlich. Das hat mittlerweile auch Cailler bemerkt und hat seit etwa zwei Wochen eine Kampagne am laufen, in der in Bildern zu sehen ist, woher das Zeug überhaupt kommt. Dabei ist nur von den Freiburger Bergen die Rede, ohne genaueres über den Ursprungsort zu verraten, der Spruch „Hergestellt in Broc“ ist halt nicht besonders sexy.
Also heute zum Maison Cailler. Schokoladenmuseum (die meistbesuchte Touristenattraktion der Französischen Schweiz!), ich bin gespannt, was mich erwartet. Das Ganze freilich hauptsächlich zum Zwecke der Werbung aufgebaut. Erst etwas Geschichte über Schokolade (sehr nett gemacht), danach etwas zu der Produktion, dann ein klein wenig was zu den Rohstoffen. Da wird freilich nur gutes erzählt vom Audioguide. Dass man z.B. gerne mehr für Milch zahle, wenn die Qualität stimmt (und man mit Überzeugung auf regionale Produkte setzt). Über den Handel mit Kakaobohnen wird nichts erwähnt (hätte ich auch nicht erwartet von einem Unternehmen der Nestle-Gruppe; Cailler übrigens schon so ziemlich von Anfang an dabei). Dann wird ’s geil. So richtig geil! Man tippelt in den nächsten Raum und dort stehen über 10 Tabletts mit verschiedenen Pralinen und man kann fressen so viel man will. Mir kommen fast die Freudentränen! Erstaunlicherweise fresse ich nur so viel, bis mir ein klein wenig schlecht ist (und wenn ich die 11 Franken eintritt hätte bezahlen müssen: ich hätte trotzdem einen erfreulichen Gewinn erzielt).
Zum Schluss der Laden. Enttäuscht mich insgesamt auch ein klein wenig, ich hätte gedacht, dass es dort für sehr wenig Geld sehr viel Ausschussware gibt. Das meiste allerdings das ganz „normale“ Sortiment (und preislich nicht viel besser als im Coop). Ich kaufe mir dann trotzdem über zwei Kilo Schokolade. Dabei allerdings auch ein klein wenig an die Zukunft gedacht, Weil nächstes Wochenende begleite ich den Obermotz aus Lettland an ein Comic-Festival in Strassburg und irgendwie hat er dabei schon die Übernachtung für mich organisiert. Dabei hat er mich darauf hingewiesen, ich solle doch als Gastgeschenk etwas Schoggi aus der Schweiz mitnehmen. Ich denke, ein Kilo Bruchschokolade (Zartbitter mit ganzen Mandeln und Cranberries) sollten reichen für den Franzos. Übrigens, David: nimm mir ein paar Tafeln Laima mit.
Ins Museum geh ich mich sehr gerne mal wieder vollfressen (Plan: erst etwas „Apéro“ im Museum, dann so eine Stunde Spaziergang, denn die Gegend ist echt nett, dann nochmal Museum mit unvernünftiger Völlerei), auch wenn ich immer noch nicht weiss, wie es denn nun genau von der Kakaobohne zur Schokolade kommt.
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