Archive for the Erstaunlich Category

Überfluss

Posted in Erstaunlich on 16. November 2016 by lueq

Ich tu heute was, was ich noch nie getan habe: ich bügle Kissenbezüge. Mit dem Resultat bin ich zwar sehr zufrieden, trotzdem passt es mir nicht so wirklich, das ich jetzt ein Mensch bin, der regelmässig seine Kissenbezüge bügelt (der Effekt ist wirklich erfreulich, so werde ich es wieder tun). Bei der Tätigkeit fällt mir auch auf, wie viele Kissenüberzüge ich eigentlich habe. 10 Stück. Völlig blöd! Pro Kissen hab ich also 3.333 Überzüge. Sind zu viele, spenden wird aber kaum Sinn machen.

kissen_buegeln

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Pimp my Arbeitsfläche

Posted in Erstaunlich on 10. November 2016 by lueq

Vor ein paar Monaten hab ich mir ein „neues“ Pult zugelegt. Second Hand, so um 1910, mit netten, nicht zu auffälligen Schnitzereien, so hab ich grosszügig über das Eichenfurnier weggesehen. Mit dem Pult bin ich immer noch sehr zufrieden, da die Schreibplatte aber mit so was wie Kunstleder bespannt ist, muss ich mir ein Produkt zulegen, von dem ich eigentlich gedacht hatte, dass das verschwinden wird: eine Mausmatte (die Computermaus klebt beim Bewegen ein wenig). Ein Blatt Papier hat bisher eigentlich ganz gute Dienste geleistet, aber jeweils nur für ein paar Wochen, danach war Konfettiregen angesagt. Also Mausmatte kaufen gehen. Da ich mich die letzten Monate umgesehen habe, bin ich heute nach Weil in den Museumsshop vom Vitra Design Museum (es ist eine wirklich nicht so einfache Aufgabe, eine proper Mausmatte zu kaufen; und ich kauf nicht so gerne übers Internet ein). Hin bin ich sogar zu Fuss, hat zwar genervt, immer wieder etwas Regen, Spaziergang nicht so übel, mit Wald, Wiese und Geleisen.
Und nun bin ich sehr glücklich mit meinem Mausteppich.
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Alles Lüge

Posted in Erstaunlich on 1. November 2016 by lueq

Mein Lieblingsstofftier mit etwa 6 Jahren war ein Wiesel. Und heute hat ein Museumsbesuch das ganze irgendwie kapputgemacht. In Zürich geh ich ausgestopfte Viecher anschauen. Da hat es auch ein Wiesel. Doch das ist viel, viel kleiner als mein Wiesel es damals war. Ich spiele den Entdecker und muss dann feststellen, dass mein Wiesel von damals gar kein Wiesel, sondern ein Hermelin war. Und jetz muss ich irgendwie meine gesamte Kindheit hinterfragen. War da überhaupt irgendetwas wahr?
wiesel

Pneus für die bessere Laune

Posted in Ärger, Erstaunlich on 20. September 2016 by lueq

Ist so eine Sache mit den Uhren… Es gibt viele ganz hübsche Billige. Bei denen ist es aber so, dass die dann meist nur einige Wochen oder Monate am Handgelenk halten, bis sie in die Brüche gehen. So hat von meiner Sammlung an ansehnlichen, aber leider billigen Uhren, keine wirklich überlebt (eine Uhr, die um die 20 gekostet hat, für 50 Eier flicken zu lassen, macht keinen Sinn). Vor ein paar Tagen hab ich dann meine Tissot für 50 geschrottet. Krone zum Uhrzeit stellen / Datum ändern liess sich nicht mehr herausziehen. Das dann mit Gewalt versucht, liess sich zwar herausziehen, aber nur so, dass ich in einer Hand die Uhr, in der anderen die Krone hatte (und auch hier die Reparatur wahrscheinlich teurer als die Uhr). Also neue ersteigert im Internet. Leider eine mit so einem Metallband. Da ich so muskulöse Unterarme habe (muskulös, nicht fett), war mir das Armband aber zu eng, so bin ich heute bei der Uhrmacherin vorbeigegangen (der Uhrmacher meines Vertrauens hat leider nur montags geöffnet). Die Dame schaut sich das Armband genauer an und sieht im Internet nach, um dann festzustellen, dass das Modell dermassen alt ist, dass gar keine Ersatzarmbänder mehr lieferbar sind (so ein ganz spezieller Switch zwischen Uhr und Armband). Da muss ich mich nun aufregen. Einerseits immer noch keine neue Armbanduhr, andererseits eine unnütze Uhr daheim.
Um mich zu entspannen geh ich mir dann eine überteuerte Galerieschiene kaufen, damit ich mein Fischli/Weiss-Plakat proper aufhängen kann daheim. Jetzt geht’s mir wieder gut (wenn auch mit Abstrichen, immer noch etwas mürrisch, bis ich dann endlich wieder eine Uhr fürs Handgelenk habe; ab jetzt nur noch welche mit austauschbarem Lederarmband ersteigern).
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Neues Hobby

Posted in Erstaunlich on 17. August 2016 by lueq

Wenn’s hoch kommt, brauche ich zweimal im Jahr Badelatschen. Einmal beim zelten am Doubs und einmal beim plantschen im Toten Meer. So kann man sich vorstellen, dass ich mir vor drei Jahren nicht die angesagtesten, sondern die billigsten Latschen in der Migros gekauft habe. Immerhin: es steht „SPORT“ drauf. Das fand ich damals so doof, dass schon fast wieder cool. Heute komme ich in der Migros am Schuhregal vorbei. Gibt’s doch gar nicht! Die werden immer noch verkauft. Ich bin erstaunt, dass noch andere Leute ausser mir den Scheiss kaufen.
Flip Flops scannen find ich aber super!
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Wahrscheinlich hat die gar kein Ticket

Posted in Erstaunlich on 21. Juli 2016 by lueq

Am Morgen bin ich mit dem Tram gefahren. Dabei ist mir eine Spiderman-Dächlikappe aufgefallen, die statt einer Werbung an einem Haken hing. Wird wohl jemand verloren haben und mir egal, eigentlich hab ich’s schon verdrängt gehabt. Doch am Abend, etwa 10 Stunden später, scheine ich im selben Tram zu sein, denn an einem Haken hängt immer noch die Spiderman-Dächlikappe. Wow! Es geht uns so gut. Da kann eine (nicht mal so unschmucke) Spiderman-Dächlikappe den ganzen Tag Tram fahren und niemand nimmt sie mit nach Hause (ich hab sie übrigens nciht genommen, weil ich kein Hut-Typ bin; runiert meine Frisur).
Dächlikappe

Der ÖV hat mit mir gesprochen

Posted in Ärger, Erstaunlich on 20. Juli 2016 by lueq

Die elektronischen Anzeigen der Basler Verkehrsbetriebe können mir unglaublich auf den Sack gehen. Öfters fühle ich mich schwer verarscht. Eigentlich sollte angezeigt werden, wie lange es etwa geht, bis das nächste Tram / der nächste Bus einfährt. Manchmal steht da dann aber einfach „Stau“. Danke. Noch doofer, wenn die Anzeige plötzlich die Zeitangabe erhöht. Da kann ich mich drüber aufregen! Heute war’s so: erst blinkt die Anzeige, sollte eigentlich heissen, gleich passiert was. Nichts ist passiert, die Anzeige hat dann auf „1 Minute“ umgestellt. Dann hat’s wieder geblinkt, ein Tram fährt ein. Türen lassen sich aber nicht öffnen. Das Tram beginnt mit mir zu sprechen: „I..e…ä…e…a…e…u…e….a…u…e“. Ach ja. Das Tram fährt weiter, ohne mich mitzunehmen, ich bleibe erstaunlich ruhig. Dann geht es glücklicherweise gar nicht lange und ein besteigbares Tram fährt ein. Ich habe nun erkannt, was mir das Tram so etwa mitteilen wollte. Nämlich: Bitte nächstes Tram benutzen, Fahrschule“. Irgendwie nett die BVB, trotzdem: ich mag sich nicht.
BVB