Archive for the Trinken Category

Ächz

Posted in Musik, Trinken on 2. September 2016 by lueq

Ich bin eigentlich zu alt dafür, zwei Tage hintereinander zu saufen. Kann aber vorkommen. Am Mittwoch war ich an einer Hochzeit (mich dort zwar selber eingeladen, dafür ein paar Bier mehr getrunken). Gestern dann mit dem Schiff von Zürich nach Wädenswil, dort mit Kumpels noch aus der Schulzeit in die Brauerei und gesoffen. Viel. Beides sehr gelungene Anlässe, jetzt bin ich aber schon so ein klein wenig lädiert. Die Zeit wird die Wunden heilen, heute lebe ich auf Sparflamme.
Immerhin mache ich etwas Organisationsarbeit. Weil The Fall spielt dann im November in Berlin und da muss ich schon hin. Flug gebucht (hin und zurück für 56 Franken; ein Witz). Juppie!
Brummgeschädel

Widerwärtig

Posted in Trinken on 16. Mai 2016 by lueq

Ich bin kein Teetrinker. Derzeit aber etwas am rumhusten (Planung soweit: am Wochenende nach Riga, dort noch rauchen, so viel wie geht bei 3€/Schachtel, dann aufhören), da ist Tee nicht das blödeste. Ich stelle dabei fest, dass mir der Schwarztee ausgegangen ist. Was hab ich sonst noch… Der S. (übergewichtig) war so freundlich und hat mir bei seinem vorletzten Besuch hier seinen Chlausensack dagelassen. Darin Tee. Z.B. „Türkischer Bayram, Apfel-Feige“ oder „Ägyptischer Amun, Granatapfel-Honig“. Das muss ich gar nicht erst probieren, ich weiss, das kann nichts sein und wird entsorgt. Ich finde noch einen Beutel von der Heilsarmee (zur Weihnachtszeit werfe ich immer einen Batzen in ihre Topfkollekte und finde, ich war damit genug wohltätig fürs ganze Jahr; dann werden mir immer ein paar Teebeutel aufgedrängt). Ich mache mir also meinen Heilsarmeetee. Gut gemeint, riecht dann auch ganz komisch. „Rooibos, Apfel.Zimt“.
Zur Not sollte ich evtl. doch stets etwas Schwarztee im Heim haben.
Tee

Ein Tag, Zwei Destillerien

Posted in Trinken, Urlaub on 31. März 2016 by lueq

Seit ein paar Monaten stehe ich auf Fruchtsalat. Dabei ist es allerdings wichtig, aber etwas zeitaufwendig, dass die Früchte wirklich klein Geschnitten und „geputzt“ werden (maximal 8x8x8 mm; Trauben achteln, Kerne Raus; bei Orangen die Haut mit dem weissen Zeug dran abschneiden). am besten wird der Fruchtsalat dann, wenn er mit Himbeerlikör (Likör, nicht Geist) gepimpt wird. Da ist mir aber nun der Himbeerlikör ausgegangen. Gäbe es zwar auch einen bei Ulrich am Claraplatz, ich finde aber, ich gehe den gleich selber holen bei einem Erzeuger in Pontarlier.
Die Reise nach Pontarlier mache ich etwas anders als sonst, ich steige bereits bei der vorletzten Bustation in La Cluse-et-Mijoux aus. Weil dort ist die Destillerie „Les fils d’Emile Pernot“, die macht den Absinth „Vieux Pontariler“, abgefüllt in einer der schönsten Flaschen, die es überhaupt gibt. Also rein in die Schnapsbrennerei. Einfach super! Wie ich es mir vorstelle und sein muss.  Schon vor dem Haus riecht man, was drin gemacht wird, drinnen eine ungeheuer schöne Auswahl an alkoholischen Getränken, inklusive „sauf, was du willst“. Bei der Degustation kann ich ein klein wenig mit meinem Fachwissen glänzen, mit so Sätzen wie „Tannenschnaps find ich ganz OK, muss ich aber nicht mehr unbedingt haben“. So probiere ich einen „Vieux Pontarlier“ (65% vol.), dann noch einen „Absinthe H. Deniset Jeune“ (56% vol.). Beides klasse, teuer, muss aber sein. Dann erblicke ich noch einen Guignolet, so ein Kirschlikör. Probieren. Geil. Kaufen. Danach werde ich noch kurz durch die Produktionsstätte geführt. Leicht angesäuselt und mit zwei Litern Hochprozentigem bewaffnet gehe ich dann zu Fuss nach Pontarlier.
Nach Pontarlier gäbe es drei Wege. 1. Durch die Klus, der Strasse entlang, nicht sehr erfreulich. 2. Über den Berg links zum Chateu de Joux. Wäre geschichtlich sicher sehr spannend, dort hat schon Heinrich von Kleist eingesessen, zudem haben die Franzosen dort drin den Haitianischen Nationalhelden jämmerlich verrecken lassen, leider erst ab Mai geöffnet. 3. Über den Berg rechts, mit dem Fort Mahler. Für den Weg entscheide ich mich, muss dann feststellen, dass das Fort Mahler IMMER geschlossen ist, der Weg aber so richtig gut, mit Aussicht aufs Unterland. Das hat sich ja wieder mal gelohnt.
Pontarlier heute wettermässig sehr freundlich, auch wenn die Zeit etwas knapp. Schnell bei der Destillerie Guy rein, auch ein bisschen was probieren. Ein Absinth (zwar gut, hab ich aber gerade wirklich genug), einen Irgendwas-Trauben (so grappamässig, aber nicht sehr fein, der Ausschenker meint dazu auch, dass der eigentlich nur zum kochen gebraucht wird), zu guter Letzt irgendein mit Honig gestreckter Rum (erstaunlich lecker) . Ich nehm dann aber doch nur den Himbeerlikör. Und ein kleines Schnapsglas (gute Kundenbindung; gäbe es eigentlich nur im Sechserpack, der Mann hat aber Mitleid mit mir und schenkt mir das).
Die Fahrt nach Hause dann auch amüsant, schon wieder leicht betrunken. Zwei mal besoffen in einem Tag… Etwas unvernünftig, war aber geil.
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Alkoholausflug

Posted in Trinken, Urlaub on 11. März 2016 by lueq

Wenn ich im Greyerzerland bin kaufe ich nicht nur Schokolade, sondern auch Käse. Fondue, moitié-moitié. Natürlich kann ich dasselbe auch in Basel erstehen, aber das Gesamtpaket freilich cooler, wenn ich die Käsemischung in der Laiterie in Broc gekauft habe. Nun hatte ich aber keinen Kirsch mehr zu Hause. Der ist mir nicht etwa ausgegangen, weil ich ihn gesoffen habe, sondern weil ich zu oft Fondue gemacht habe (Fondue kochen ohne Kirsch ist wie Bier brauen ohne Hopfen). So informiere ich mich für eine neue Pulle Kirsch. Idee wäre eigentlich gewesen, mir in Sissach einen General Sutter holen zu gehen (schönes Etikett). Dann hat die Internetrecherche aber ergeben, dass der eher im unteren Ranglistenbereich abgeschnitten hat in diversen Tests. Auch wenn es im Endeffekt wohl recht wurst ist, ob ich einen guten oder schlechten Kirsch in den Käse kippe, will ich freilich kein unterdurchschnittliches Feuerwasser im Regal stehen haben. So hab ich gesucht, was das Baselbiet sonst noch zu bieten hat, und bin so auf die Brennerei Wirz in Reigoldswil gekommen. Ab vom Schuss, aber da ich mich sowieso wieder etwas mehr bewegen will, mache ich den Ausflug dort rauf, inklusive fast zwei Stunden Spaziergang. Warum der auf ein Haus gemalter Bub am Haus dort oben an einem Tannenzapfen lutscht, hat sich mir nicht ganz erschlossen, daneben bin ich aber sehr zufrieden mit der Nachmittagszeitverschwendung. Auch mit meinem Kirsch. Zum ersten mal überhaupt, dass ich Kirsch getrunken habe (so ein Testglas musste sein), der sogar gut war. Sicher muss ich eines Tages erneut die Brennerei Wirz besuchen, die Auswahl ist gross und wenn das andere Zeug auch trinkbar ist… Landschaft und Kühe eh meinst nett in der Provinz.
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Beim Idioten-Zentrum

Posted in Erfreulich, Trinken on 5. November 2015 by lueq

Meine Schnapssammlung wird immer unvernünftiger, grösser. Mittlerweile zähle ich über 80 verschiedene Flaschen. Hat keinen Platz mehr. Ein neues Gestell muss her. Bin ja nun nicht der grosse Fan von IKEA, aber dort gibt es ein für meine Bedürfnisse geeignetes Gestell für 29.95 (bei Geld werfe auch ich gerne meine Prinzipien über Bord). Wenn ich mir zwei Bretter, Schrauben, Konsolen kaufe, kommt mich das teurer, zudem müsste ich noch in die Wand bohren. Also ab nach Pratteln. Ungeheuer doof dort, immerhin gewinne ich einen Gutschein über 10 Franken (im Rahmen des 15-Jahr-Jubiläums). Juppie! Kallax für nur 19.95, statt 29.95. Ansonsten wirklich furchtbar dort (ich aber gut, weil ich so schnell wie möglich durchrenne und keinen überflüssige Scheisse kaufe). Aufbau vom Gestell entwickelt sich überraschend einfach und nach wenigen Minuten bin ich fertig. Sieht toll aus, meine neue „Bar“, so übersichtlich. Vor allem weil ich jetzt wieder Platz habe für etwa 50 neue Flaschen.
Kallax

Eine kalte Mahlzeit

Posted in Trinken on 19. Oktober 2015 by lueq

Kann ja sein, dass ich einen Kater zwei Tage mit mir rumschleppe. Weil am Samstag war Vernissage und da hab ich den Schnaps mitgebracht. Hab den zwar schon ein klein wenig geteilt, Hauptabnehmer war allerdings ich. Weiss noch, dass dann der S. vorbeikam und wir sind noch in diese Bar weitergezogen, dort habe ich ihm einen Whisky ausgegeben, weil ich ihn nach meiner Bestellung aber nicht mehr gesehen habe, hab ich dann den Whisky getrunken (das darf ich ,war ja meiner). So bin ich gestern nur etwas rumvegetiert. Bett – Klo – Fernseher.
Jetzt wieder etwas beieinander, aber noch im Sparmodus.
Heute entdecke ich einen angefressen Döner auf meinem Küchentisch. Wie der da hin kommt, kann ich mir vorstellen, weiss allerdings nichts mehr davon. Tragisch (aber auch ein klein wenig witzig).
Doener

Feinkauf

Posted in Trinken, Urlaub on 14. Oktober 2015 by lueq

Da mach ich ja Vernissage am Samstag. Dazu will ich ein Getränk. Aber nicht so ’n Dreck wie Sekt, das könnt ihr selber saufen. Drum gehe ich mein Wunschgesöff selber beim Erzeuger in Thürnen holen (der Kalauer im Titel sei mir verziehen). Burgermeisterli. Kennt kein Schwein, ist aber ein grossartiger Schnaps. Meine Destillerie macht erst einen Apfelschnaps, legt dann für ein paar Wochen irgendwelche (geheimen) Kräuter rein und brennt die Suppe dann noch einmal. Noch etwas Kandiszucker dazu, umrühren, fertig. Ein bisschen erstaunlich, dass es der (das?) Burgermeisterli (man sagt dazu auch „der Absinth des Baslebiets“) nicht bekannter ist. Echt gut. Also: Am Samstag gibt’s dann im Café Hammer nicht nur einen ungeheuer guten Comic zu erstehen (zum Markteinführungspreis von hammermässigen 3 Franken), gratis kann man dazu noch Schnaps trinken (und wenn ihr den nicht gut findet, soll’s mir recht sein, so hat’s für mich mehr). Wer jetzt nicht kommt ist selber schuld.
Etwas rumgelatscht bin ich auch in der Gegend. Nicht gewaltig, die Landschaft, aber nett anzusehen.
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