Ein klein wenig Geizhalserei

Posted in Essen on 2. Februar 2016 by lueq

Es hat mich nach Lörrach verschlagen heute. Einkaufstourismus find ich ja nicht besonders gut, aber wenn ich schon da bin und mir fällt was ein, was ich nicht mehr habe zu Hause, darf ich (inkonsequent) schon zuschlagen. Heute: Schmerzmittel (Ibuprofen). Dazu begebe ich mich in die Apotheke und verlange eine Schachtel. 5€. Ach so… daheim fast doppelt so teuer. Ich schaue die Schachtel genauer an und bemerke, das drin nicht 10, sondern 20 Pillen sind. Also etwa viermal billiger. Hmmmm…
Dann finde ich, wenn ich schon da bin, kann ich doch noch Lebensmittel kaufen gehen. Rewe. Erst sehe ich etwas bei Gemüse und Obst rum. Ich finde Äpfel und Kartoffeln. Den Rest kann ich beim besten Willen nicht eintüten. Birnen aus Spanien, Salat aus Italien, Tomaten aus Holland. Alles nach dem Schema „Obst oder Gemüse“ aus „nicht Deutschland“. Sorry. Ist mir dann doch etwas zu doof, so ist mein Einkauf dann doch etwas kleiner als gedacht, immerhin dann doch für 27 Euro. Dabei allerdings etwa ein Drittel in der Kategorie „gibt es nicht daheim in der Qualität“ (Brot, Wurst, u.ä.), ein Drittel in der Kategorie „Gibt es schon daheim, hab ich aber nicht mehr, so nehme ich’s, wenn ich eh grad am einkaufen bin“ (eben Kartoffeln, Butter, Badischer Weisswein, u. ä.), und ein Drittel in der Kategorie „ich bin ein Geizhals und nehm das nur, weil es billig ist“ (Sonnenblumenkerne, Bonbons, u.ä.). Die Übergänge der Kategorien fliessend, aber wegen 27 Euros wird der Detailhandel hierzulande nun nicht gleich dicht machen müssen.
Und ich freu mich auf mein Abendessen. Es gibt Weisswürste (das diese den Glockenschlag zur Mittagszeit nicht hören dürfen ist mir schnuppe), Brezen und (ein grosses Hurra der Deutschen Braukunst) dunkles Weissbier.
Ibiprofen

Morgen kleb ich

Posted in Erfreulich on 1. Februar 2016 by lueq

Da konnte ich mir den ganzen Sonntag den Kopf darüber zerbrechen, wie ich denn nun den Riss in meinem Sofa am besten repariere. Sehr detailliert habe ich mir das dabei eigentlich gar nicht überlegt, bin einzig zu dem Schluss gekommen, dass ich mich wohl am besten ins Geschäft für Bastelbedarf aufmache. Dort bin ich etwas überrascht, die Angestellten da stehen meinem Problem auch etwas unbedarft gegenüber. Ja bin ich denn der erste Mensch auf der Welt, der einen Riss in seinem Kunstledersofa hat? Wenigstens kann ich zusammen mit insgesamt drei Angestellten so was wie eine Lösung finden. Ich hab nun einen (farblich nicht ganz passenden, aber egal) Lederresten, dazu eine Tube UHU Sekundenkleber. Sollte klappen. An die Reparatur werde ich mich dann allerdings erst morgen machen. Es arbeitet sich besser im Sonnenlicht.
Lederflick

Hochwasser und Kunst

Posted in Hölderlin sagt:, Urlaub on 31. Januar 2016 by lueq

Es ist zwar nicht Regenwetter heute, könnte aber jederzeit in Regenwetter ausarten. Ich finde, ich mache etwas ganz Mutiges und marschiere von mir zur Fondation Beyeler (~90 Minuten, kann nett sein, dem Flüsschen entlang). Der Bach mit dem seltsamen Namen „Wiese“ überrascht mich heute: Hochwasser. Pompös! Wirklich nicht schlecht, was mir heute dort geboten wird. Schon nicht Wildwasser, aber Spektakel (leider ärgern ein paar Musiktruppen, die im Wald meinen, sie müssen die Fasnacht in jeden beschissenen Winkel des Landes tragen). Fondation Beyeler dann (wie eigentlich immer) auch sehr gut. Heute Ausstellungseröffnung Dubuffet. Echt toll. Weil es der erste Tag ist, hat es naturgemäss zu viele Leute da. Geh aber sichern noch (mindestens) einmal hin.
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Gerissen

Posted in Ärger on 30. Januar 2016 by lueq

Eigentlich hätte ich weit weg gewollt heute. Dazu sogar um 5:30 aus dem Bett gekommen, Kaffee reingeschüttet, so was wie Frühstück. Dann merke ich, dass der Schädel brummt (einfach so, kein Kater). Nicht sehr wild, wenn das aber schlimmer wird (und eigentlich wird es immer schlimmer) und ich ännet am Gotthard bin, wär das eine ziemlich verzwickte Situation. Also wieder rein ins Bett, nix mit Ausflug heute.
Ich wache um die Mittagszeit wieder auf, will mich vor den Fernseher legen. Dabei fällt mir ein Riss im Sofa auf. Nicht das schönste Stück der Welt, Kunstleder, auch bereits über 5 Jahre alt. Sollte ich aber was unternehmen, weil wenn ich’s so lasse, wird das Teil in ein paar Monaten müllreif sein, so ein Riss vergrössert sich gerne. Bisher erst auf die Idee gekommen, mich bei Schuhmachern nach Lederleim (oder Rat) und einem Reststück Leder zum drüberkleben umzusehen. Vergebene Liebesmüh.
Schuhmacher 1: „öhm… also … uhmmm“ (dazu einen Lederflicken angeboten, der farblich sicherlich nicht passt).
Schuhmacher 2: Natürlich geschlossen über Mittag (warum versuch ich’s eigentlich überhaupt noch da?).
Schuhmacher 3: Lederleim… ? … Hab ich schon… verkauf ich aber nicht, weil nur im 10-Liter-Tank.

Blöd! Kann mir irgendjemand mit Rat (oder Lederleim/Flüssigleder) helfen?

Nach der Lederleim-Odyssee dann wieder heim, und da war ich froh, bin ich heute in keinen Zug gestiegen. Hämmer, hämmer, hämmer. Gepennt, jetzt geht’s wieder. Das Sofa aber immer noch kaputt.
Sofaputt

Gruseln beim Käs

Posted in Urlaub on 29. Januar 2016 by lueq

Ein Plastikkäse in Übergrösse und 3D hat mich auf die Idee kommen lassen, dass ich ins Ursprungland des Greyerzers (AOP) fahren könnte. Von Gruyère bisher nur gewusst, dass es zur Hochsaison ganz, ganz schlimm sein soll, weil dann alle hingehen. Das historische Städtchen dann aber echt cool, so auf einem Hügel oben (weniger cool, dass man auf dem Weg vom Bahnhof zum Städtchen an drei Parkplätzen für Touris vorbeikommt, die flächenmässig grösser sind als die historische Stadt selber; jetzt aber Winter, so hielt sich der Ansturm im Rahmen). In Gruyères erst etwas ins Schloss. Gut, meine Aufmerksamkeit hält sich jedoch in Grenzen (vielleicht bin ich zu alt für Burgen, durch die Wehrgänge zu flanieren gefällt mir aber sehr). Von da aus zum – für mich – Höhepunkt in Gruyères: HR Giger Museum. Dank dem Museum hat es also auch immer ein paar Freaks im Städtchen (man erkennt sie). HR Giger. Gefällt halt so ziemlich allen (auch nur halbwegs vernünftigen Menschen), hat aber schon interessante Werke fabriziert. Hab einige Interviews mit ihm gesehen, da wirkt er nett und normal, seine Kunst aber irgendwie schon krank. Aber gut, wirklich gut. Und dann hätte es sogar noch mehr gehabt in dem Kaff, ich sehe mir in der Schaukäserei aber nur die Lagerhalle durch die Glaswand und den Laden von innen an. Mein privater Käsespeicher ist derzeit am überquellen.
Kann nun schon verstehen, warum es sonst in Gruyères derart voll ist, recht nett da. Dank GA und Museumspass hat mir der ganze Ausflug übrigens keine Mehrausgaben eingebracht.
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Was jetzt?

Posted in Allgemein on 27. Januar 2016 by lueq

Es gestern morgen zum Einkaufen geschafft. Danach kam der Kopfwehhammer, war’s dann so etwa mit dem Tag. Rumgelegen und mich selber bemitleidet. Am Abend gings wieder etwas. Dschungel-Camp geschaut. Wow! Ist ja super. Da werden absolute Idioten gezeigt, die in JEDEM Lebensbereich unfähiger sind als ich. Grosse Konzept, RTL. Da fühl ich mich echt mal wieder superklug. Danke dafür. Hätte heute mehr machen wollen, kam aber nichtaus dem Bett raus.
Heute am überlegen, wie ich mein Geld loswerden kann (nur für mich, ich geb nichts ab). Verschiedene Ideen, eine davon will ich umsetzen (aber welche nur?):
1. Pfanne aus Gussstahl; etwa 100 Kilo schwer ging bisher auch ohne, wär aber nett.
2. Neues Pult; gross schwer aus zweiter Hand; das suche ich nun aber gar nicht so wirklich, sondern hoffe, dass mich dann irgendwann eines anspringt.
3. Neue Leselampe; hab zwar schon eine, warum mir aber nicht eine Antike, etwas Schönere zutun.
4. – obschon ich dieses Jahr schon da war: Venedig. Sogar die billigste alternative; anfangs März drei Nächte plus Flug für unter 125.

Ich überlege mir das nun noch zwei Stunden.
Kopfgewitter

War gar nicht kalt in den Bergen

Posted in Urlaub on 25. Januar 2016 by lueq

Schönes Wetter im ganzen Land. Gut, mach ich Berge. Zu diesem Zwecke erst an den Genfersee, dann von Aigle aus mit der Rumpelbahn nach Les Diablerets. Bahnfahrt sehr gut durch den Schnee, Les Diablerets gar nicht meins. So ein Ski-Ressort, dazu Mittagszeit, wenigstens sind die Pisten weit weg vom Dorf, so muss ich mich nicht ab den Coolen nerven, das Kaff ist nahezu ausgestorben. Ein Brunnen (2010), Berge dazu ganz OK , eine Apotheke, ein sehr seltsam anmutendes Gotteshaus (wird Zeit, meine Sammlung von komischen Kirchen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen) und etwas wie ein übergrosser Käse vor der Molkerei. Hat sich irgendwie doch gelohnt. Trotzdem bleibe ich nicht lange dort hängen, nehme so schnell als möglich das Postauto über den Pass ins Berner Oberland. In Schönried hat es dann noch mehr Berge.
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