Verkabelt

Posted in Multiple Sklerose on 24. Juli 2014 by lueq

Wieder mal nehme ich an einer Studie teil. Die heute läuft unter dem Namen „Die zentralmotorische Laufzeit und MRI-Parameter des Gehirns und der Halswirbelsäule bei Multipler Sklerose„. Um was es sonst so genau geht, hab ich nicht nachgelesen. Ich bin gar pünktlich, es werden mir Elektroden angelegt. Ach so. Das mit den Stromschlägen. Kenne ich, ganz lustig, wenn man gar keine Kontrolle mehr hat über seinen Körper; Zappelphilipp. Heute die Elektroschocks zwar etwas fester als bei den Versuchen bisher. Dabei wird gemessen, wie viel denn vom gegebnen Impuls am Ende der Extremitäten ankommt. Ich weiss ja, dass mein rechter Arm besser sein könnte, heute kriege ich gar eine Zahl dazu. 82% des Impulses kommen an. Könnte freilich besser sein, die Zahl überrascht mich aber nicht sonderlich. Und ich finde sowieso, dass das mit dem rechten Arm im allgemeinen überbewertet wird. Links dann gut. Da kommen gar 94% an. Ab 92 spricht man von normal. Weiss einer eine Laienbühne, die in nächster Zeit die Geschichte von Gaius Mucius Scaevola (etwas vom Wenigen, was mir vom Lateinunterricht geblieben ist) spielt? Wenn ich so weitermache, könnte ich den Part in ein paar Jahren schmerzfrei übernehmen.
Elektro

Lass mich überraschen

Posted in Allgemein on 23. Juli 2014 by lueq

Ich mache das mit dem Wandern heute etwas spontaner als sonst. Ich plane einzig, wo ich mit dem Zug hinfahre, dann werden dort die Wegweiser studiert und ich geh dort hin, wo es am spannendsten tönt. So fahre ich erst nach Sissach (?warum?). Wegweiser hat es beim Bahnhof dann nur einen, aber einen der Besten, die ich je gesehen habe: „Zum Wegweiserstandort [Süd]“. Nicht schlecht! ein Wegweiser, der mich zum nächsten Wegweiser führt. Die gehen ja nicht besonders sparsam um mit den Ressourcen in Sissach. Der Wegweiserstandort hat dann aber ein paar Alternativen für mich. Ich finde, dass „Sissacher Fluh“ recht gut klingt. Ist es dann auch, obschon schon wieder viel zu heiss (man sollte denken, wenn es zwei Tage geregnet hat, kühlt es etwas ab) und hoch nach oben, oben, oben. Vorbei an ein paar Zwetschenbäumen. Schon lange nicht mehr Obst vom Baum geklaut. War das Risiko aber nicht wirklich wert; ich übersäuere meinen Magen. Sonst aber gut dort oben. An ein paar weiteren Felswänden vorbei. Glatte Aussicht, zum Schluss gar noch mit Burgruine im Wald.
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Investitionsvolumen 5.95

Posted in Erfreulich on 22. Juli 2014 by lueq

Wenn man das Haus, wo man drin wohnt, nicht selber gebaut hat, so hat es dann nach dem Einzug freilich immer Dinge drin, die schon länger als man selber im Haus sind. Bei mit war das beispielsweise das Rohr aus Plastik, mit dem ich den Ablauf der Küchenspüle verschliessen kann, damit ich dann nicht unter fliessendem Wasser abwaschen muss. Hat ziemlich widerlich ausgesehen. Drinnen so ein Pelzbelag (was aber ausser dem visuellen Eindruck recht egal), nun hat sich das Teil aussen sogar von selber aufzulösen begonnen. Wie lange dauert es, bis sich Kunststoff von selber zersetzt? 100 Jahre? Der Stopfen ist wahrscheinlich noch länger hier als das Haus selber. Muss nicht sein, so nehme ich heute gar die Mühe auf mich und besuch den Obi, wo ich gar nach etwa 20 Minuten suchen, dann nachfragen, einen nigelnagelneuen, unverpilzten Abflussstopfen erstehe. Die ganze Küche sieht nun viel sauberer aus!
Ablaufstopf

Ich Hasenfuss

Posted in Erstaunlich, Urlaub on 19. Juli 2014 by lueq

Heiss, heiss, heiss, heiss. Da geh ich doch ein wenig rumlatschen. Wenn ich mit dem Zug in Liestal vorbeifahre, sehe ich am Berg oben einen Aussichtsturm und der ist heute mein Ziel. Der Weg dort hoch wäre nicht allzu anstrengend, leider krepiere ich aber fast wegen Hitze. Allzu spannend war der Weg auch nicht. So Wald halt, ohne nennenswerte Überraschungen. Den Aussichtsturm erreiche ich sehr verschwitzt und da passiert mir was, was mir schon lange nicht mehr passiert ist: Höhenangst. Ist eine Wendeltreppe, die den Turm hochführen, jede volle Umdrehung ist eine Plattform. Bei Plattform drei (von sechs) komme ich nicht mehr weiter. Ich mache mir fast in die Hose. So spare ich mir die letzten 15 Meter Aufstieg, die Aussicht (ganz nett) lässt sich auch von Plattform drei aus bestens geniessen (liesse sich geniessen, mir zittern die Knie ein wenig). Weiter durch den Wald, ich beruhige mich dabei ein wenig. Seltsam dort die Mülldeponie. Eingezäunt mir Stacheldraht. Was die wohl deponieren? Auf dem weiteren Rückweg verlaufe ich mich dann ein wenig und erreiche gar nicht die Busstation, die ich mir vorgestellt habe, aber auch egal. Denn Füllinsdorf, Arisdorf, Leisenberg, Giebenbach usw. werden sich kaum gross unterscheiden.
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Call me Huxley

Posted in Ärger, Comic on 18. Juli 2014 by lueq

Da muss ich heute unbedingt einen Comic zeichnen (Redaktionsschluss war eigentlich vor einem Monat; Danke David, für die Geduld). Ich mache das sogar etwas anders, aufwendiger, als sonst, denn statt 2×3 zeichne ich 3×4 Bilder. Beim Abmessen der Panels unterläuft mir ein kleiner Fehler, irgendwie messe ich einen Zentimeter zu wenig ab. Das bemerke ich erst nach dem Ausziehen der Linien mit meinem Stabilo fine 0.4. So sind nun die Panels in der Mitte einiges breiter als die links und viel, viel breiter als die rechts. Könnte ja ein neues Blatt nehmen, ich verzeichne das aber als künstlerische Freiheit (einmal Panels ausmessen ist genug für einen Tag) und finde, dass das so viel geiler aussieht.
Doch nicht genug mit dem untypischen Seitenaufbau. Ein paar Stunden später muss ich sonst ein Blatt zerschneiden, passe dabei nicht auf (ich hebe gleichzeitig das zu schneidende Werkstück und den neuen Comic auf), und so hat nun mein neues Werk „Poet at Work“ einen Schnitt rechts unten. Kann ich wegphotoshopen, aber schon ein bisschen doof.
Zerschnitt

Bagage

Posted in Urlaub on 8. Juli 2014 by lueq

Zuerst ein Schwank aus meiner jüngeren Vergangenheit:
Der Urlaub vor etwas mehr als einem Monat hat schlecht begonnen. Denn kaum war ich aus der Wohnung raus, gab es einen leisen Knall und ich hielt nur noch den Ausziehgriff von mein meinem Rollkoffer in den Händen. Der eigentliche Koffer lag am Boden.
Hat genervt, doch ändern konnte ich das nicht mehr. So ging es dann halt mir einem Koffer, statt mit einem Rollkoffer nach Sardinien. Hab’s überlebt.
Nun geht es diese Woche dann nach Riga und da will ich schon wieder was zum Nachziehen dabei haben. So mache ich mich heute auf die Suche nach einem für mich passablen Rollkoffer. Preis spielt eine Rolle, aber nur ein untergeordnete (nehme an, der Billigste taugt nicht viel). Dabei hat der Manor Pech, denn der hat derzeit alle Rollkoffer runtergeschrieben, dabei hätte ich auch gezwungenermassen auch den vollen Preis bezahlt. Und nun bin ich sehr zufrieden mit meinem neuen Rollkoffer, da der mindestens fünf Jahre hält, denn solange hab ich Garantie drauf.
Rollkoffer

Wieder Doubs

Posted in Urlaub on 7. Juli 2014 by lueq

Sie ist gut, die Landschaft bei Goumois am Doubs. Das Camping-Weekend wird leider meist durch etwas zu heftige Regenschauern gestört, die Sonne kommt aber in diesem Jahr jedoch erfreulich oft zum Vorschein.
Ein gutes Leben haben die Kühe da. Glückliche Kühe. Normalerweise werden sie auf einer Wiese gehalten. Dort jedoch gönnt man ihnen dazu noch ein gutes Stück Wald. So finde ich Kuhspuren auf den Waldwegen vor, die Kuherde tummelt sich zwischendurch gar auf einer Lichtung. Zugang zum Doubs wird ihnen auch gewährt, so geschieht es einmal am Nachmittag, dass die Viecher zum Fluss runtergehen, dort zusammen einen trinken und dabei ein bisschen in den Fluss kacken. Wirklich glückliche Kühe.
Ganz fein war meine Wanderung (trotz grässlicher Schwüle, ich laufe fast aus). Erst ein wenig dem Doubs entlang, wobei ich einem Fischer beim Zusammenpacken seiner Utensilien begegne. Er meint, ob ich denn seine Forelle will, die er gefangen hat, er isst keinen Fisch. So bringe ich das Kunststück fertig, einen Fisch zu fangen, ohne ein Angel ausgeworfen zu haben, ich Tausendsassa. Obschon ich dann abends auf die Beilagen verzichtet habe, konnte ich nicht alles aufessen, so mit Forelle, Merguez und der obligaten Saucisse de Morteau (für die gehe ich gerne schnell rüber zum Franzosen). Vom Doubs aus gehe ich in den Wald, weil ich dank guter Recherche gesehen habe, dass es da einen interessanten Wasserfall hat. Und trotzdem der Weg nicht sehr einfach ist (eben heiss, zudem nass) lohnt sich der Weg dahin, die Chute du Bief ist wieder mal einer der besten Orte, die ich je gesehen habe. So ein überhängender Felskessel mit Wasserfall. Dermassen überhängend, dass ich problemlos hinter dem Wasserfall durchgehen kann. Ich steh dort etwas ein halbe Stunde mit offenem Mund rum. Gibt’s ja gar nicht!
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